Tokio Hotel feat Buffy
  Can be this love strong enough?
 
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1. Kapitel

 

Buffys Sicht

 

„Schatz, beeil dich, wir müssen los!“ rief Joyce durch das Haus.

„Ja, bin gleich da!“ schrie ich zurück. Mein Blick schweifte noch einmal durch mein Zimmer.

Ich hatte aufgeräumt, alles war absolut blitzeblank. Ich war nicht der Typ, der immer aufräumte aber Mum hatte diesmal drauf bestand.  Schließlich würden Mum und ich jetzt für 3 Wochen in die Malediven fliegen.  Flüchtig sah ich auf die Uhr.  Schon 8, um 10 Uhr wird unser Flugzeug starten.

„Buffy!“ hörte ich Mum wieder von unten. Ich antwortete nicht, sondern flitze die Treppe runter. Verärgert sah Mum mich an.

„Tschuldige, ich war noch nicht ganz fertig“ rechtfertigte ich mich.

„Ich hab dir doch gesagt, du solltest gestern packen“

„ja ja“  Ich schleppte meinen Koffer nach draußen und hob ihn in den Kofferraum.

„Na, freust du dich schon?“ fragte Mum als wir im Auto saßen.

Freute ich mich? Es waren Sommerferien und ich fuhr seit 4 Jahren zum ersten Mal wieder mit meiner Mutter in die Ferien. Allerdings hatte ich auch eine Aufgabe, da konnte man nicht mal für eine Weile aufhören. Ich konnte nur hoffen, dass Willow, Oz, Xander, Cordy und Giles das alleine hinkriegen würden.  Doch jetzt wo die Bedrohung durch Angel, Spike und Drusilla endlich gebannt war, würden sie auch das schaffen.  Doch bei dem Gedanken an Angel, spürte ich einen Stich in meinem Herzen. Vor meinem inneren Auge spielten sich wieder die Bilder von Angels letzten Augenblicken auf dieser Welt ab. Wir hatten gekämpft, fast hätte er gewonnen. Doch dann sah ich, wie ihn etwas durchfuhr. Das Glühen seiner Augen durch das Wiedererlangen seiner Seele.  Wir hatten uns geküsst, ich sagte, dass ich ihn liebte und dann stieß ich ihm das Schwert in den Körper. Wie er überrascht die Augen aufgerissen hatte. Als Letztes hat er die Frau gesehen die er liebte, der er  vertraute und die ihn schließlich in die Hölle verbannte.

Ich schloss die Augen, weil ich merkte wie mir die Tränen kamen. Mum hatte ich nichts erzählt, sie hätte es nicht verstanden. Nachdem ich von zu Hause angehauen war und erst nach 3 Monaten wiederkam, hatte sie immer noch Angst, dass ich irgendwann wieder weglaufen würde.

Deswegen hatte sie auch diesen Urlaub gebucht. Ehrlich gesagt, war ich froh darüber.  Ich brauchte Ruhe. Ruhe vor dem Höllenschlund und der Umgebung die mich immer an Angel erinnerte.

„Schatz, ist alles okay?“ fragte Mum besorgt.

„Ja – ja, alle bestens“ erwiderte ich mit leicht zitternder Stimme.

Skeptisch sah sie mich an, sagte aber nichts.  Schweigend sah ich aus dem Fenster. Nein, ich wollte den Urlaub nicht so beginnen. Wenigstens diese 3 Wochen wollte ich einmal glücklich sein.

„So, wir sind da“ verkündete Mum. Wir stiegen aus und schnappten uns unsere Koffer. Mit gespielter Fröhlichkeit hackte ich mich bei meiner Mutter unter und wir steuerten auf den Flughafen zu.  Wir gaben unsere Koffer ab und stellten uns bei dem Check an. Ich ging durch die Kontrolle. Es piepte.  Ich rollte mit den Augen, war ja klar. Ich musste die Arme ausbreiten und ein Mann nahm eine Art Lupe und ließ sie suchend an meinem Körper runter wandern. An meiner Hand blieb sie stehen.

„Könnten sie bitte den Ring abnehmen, Miss?“ fragte er freundlich.

Ich erstarrte. Langsam sah ich auf den Ring. Ich hob die Hand und erkannte die beiden Hände, die Krone, das Herz. All das war klein und säuberlich an dem Ring angefertigt. Es war der Ring von Angel.  Den er mir an dem Tag vor unserer verhängnisvollen Nacht geschenkt hatte.

„Miss?“

„Ja?“ Ich erschrak und riss meinen Blick von dem Ring los  und sah in das Gesicht eines ungeduldigen Mann der eine blaue Uniform trug.

„Können Sie mir jetzt bitte ihren Ring geben?“

„Ja – ja natürlich“ Vorsichtig zog ich mir den Ring von meinem Finger.  Der Beamte sah sich den Ring interessiert an. Die Leute hinter uns wurden ungeduldig. Da kam ein zweiter Beamte.

„Michael, machst du kurz weiter?“  fragte der Mann der immer noch meinen Ring in der Hand hielt.

„Natürlich“ Damit wandte er sich an die Leute.

„Kann ich den Ring jetzt bitte zurückbekommen?“ fragte ich.

„Nein, der bleibt hier“

„was?“ erschrocken sah ich ihn an.

„Ich hab noch nie einen solchen Ring gesehen. Er ist so leicht und doch so metallisch. Es kommt mir komisch vor, ich werde ihn weiterreichen. Nach dem Urlaub können sie ihn hier wieder abholen.“ Sagte er und wollte auch schon gehen.  Aber nicht mit mir. Hart packte ich ihn an der Schulter und drehte ihn zu mir um.

„Sie werden mir den Ring sofort wiedergeben!“ sagte ich gefährlich leise.

„Aber Miss. Ich wollte ihn einmal von einem Experten durchchecken lassen.“

„Ich denke das wird nicht nötig sein. Und jetzt – geben Sie mir sofort meinen Ring wieder!“ Jetzt war ich wirklich wütend.  Ich blitze ihn an und guckte herausfordernd.

„Buffy, was ist denn hier los?“ Mum kam herbei geeilt.

„Ach, gar nichts. Der Mann wollte mir nur gerade meinen Ring zurück geben, nicht wahr?“ ich zog ihm den Ring durch die Finder, hackte meine Mutter unter, nahm meine Tasche und wollte gerade davon stolzieren, als die Frau hinter dem Schalter mich aufhielt.

„Miss, warten Sie!“ Genervt sah ich mich um.

„Sie dürfen die Tasche nicht mit ins Flugzeug nehmen!“

„Und wieso nicht?“ blaffte ich sie an. Erschrocken wich sie einen Schritt zurück.

„Darin sind gefährliche Dinge vorhanden, damit dürfen Sie nicht fliegen!“

„Ach richtig. Dann bringen Sie es zu meinem Koffer“ Ich warf ihr die Tasche zu und ging weiter.

„Aber Buffy was war denn darin?“ fragte Mum.

„Pflöcke“ sagte ich schlicht. Sie nickte verständnisvoll und wir setzten uns in einen der Cofeshops.

„Weißt du Mum, ich freu mich jetzt sogar auf den Urlaub“ Das war nicht einmal gelogen. Ich wusste zwar nicht wie ich jetzt dazu kam, aber ich sperrte jetzt alle negativen Gedanken aus meinem Gedächtnis und sah es mal positiv.

„Ja, ich auch“ sagte sie verträumt.

 

2. Kapitel

 

Als wir im Flieger saßen, sah ich nur aus dem Fenster.  Ich war lange nicht mehr geflogen aber es war auf jeden Fall total langweilig. Mum saß neben mir uns las sich irgendeine Frauenzeitschrift durch. Nach ca. 3 Stunden setzte das Flugzeug zur Landung an und ich seufzte erleichtert auf. Allerdings war ich dann doch nicht mehr so erleichtert. Ich bekam einen höllischen Druck auf den Ohren. Oh bitte, lande doch endlich, flehte ich in Gedanken. Und tatsächlich. Kurze Zeit später  holperte es und ich wurde nach vorne geschleudert.  Das Flugzeug setze so hart auf, dass sogar ein paar Sachen aus den Fächern ober halb unsere Köpfe flogen. Es war ein zielloses Durcheinander und als der Flieger endlich stand, stand ich schnell auf und drängte mich mit Mum nach vorne, damit wir hier schnell rauskamen.

Dann mussten wir noch endlos lange warten bis wir endlich unsere Koffer hatten. Gelangweilt nahm ich mir ein Kaugummi aus meiner Jackentasche und schob es mir in den Mund. Dabei sah ich mich in der halle um. Überall standen Eltern mit ihren Kindern und junge Paare.  Dann erblickte ich zwei Jungs die etwas abseits standen und neben denen zwei Männern in dunklen Anzügen standen.  Wieder unterbrach mich meine Mutter in meinen Gedanken.

„Liebling, sind das da nicht unsere Koffer?“

„Ja, das kann sein“ Ich hob unsere Koffer von dem Rollband und setzte sie auf dem Gepäckwagen ab.

„Und wie kommen wir  jetzt ins Hotel?“ fragte ich etwas ratlos.

„Mit dem Bus natürlich“ antwortete Mum.

„Heißt das, wir haben für 3 Wochen kein Auto?“ fragte ich entsetzt.

„Genau, wir können auch mal etwas umweltbewusster handeln“

„Ich bin die Umweltsbewusstete Person die es gibt! Mit Ausnahme von Giles natürlich“ fügte ich noch hinzu.

„Und wie kommst du jeden Morgen in die schule?“

„Mit dem Auto -“ Ich stockte.  „Aber du fährst!?“ versuchte ich mich zu retten. Mum schüttelte nur den Kopf.

„Das da vorne müsste unser Bus sein“ sagte sie und ging schnurstracks darauf zu. Ich folgte ihr.- Allerdings musste ich den Gepäckwagen schieben und kam deswegen nicht so schnell voran wie sie. In Gedanken verfluchte ich meinen kurzen, hellblauen Rock, mit dem ich noch schwerer voran kam.  Auch mein schwarzes Top klebte mir, dank der drückenden >Hitze, wie eine zweite haut an  meinem Körper.

„Mum warte!“  rief ich.

„Oh entschuldige Schatz. Ich denke hier sind wir richtig.“ Fügte sie noch hinzu und deutete auf einen großen, blauen Bus der direkt neben uns stand.

„Bist du sicher?“

„Natürlich!“ meinte sie und redete auf Spanisch auf den Busfahrer ein. Was sie sagte verstand ich nicht, ad ich nie Spanisch gelernte hatte. Ich hätte eigentlich Französisch können müssen, weil es meine zweite Fremdsprache in der Schule war, aber wegen der ganzen Vampirgeschichten bekam ich auch davon nicht so viel mit.

Endlich waren unsere Koffer verstaut und wir betraten den Bus. Es war rappelvoll. Dann sah ich wieder die beiden Jungs aus der halle. Sie saßen ganz hinten und diskutierten gerade über irgendwas. Ich sah mich um. Überall saßen schon Leute, nur noch in der vorletzten Reihe war noch Platz. Wir setzten uns, und das Gespräch der Jungen hinter uns unterbrach abrupt.

Ich sah die Landschaft an mir vorbeiziehen. Häuser und Hotels und schließlich auch den Strand, das Meer und die Palmen. Mum quatschte mich mit undefinierbaren Dingen über die Stadt und die herrlichen Häuser zu, aber ich hörte gar nicht mehr hin.  Meine Gedanken schweiften wieder nach Sunnydale. Zu meinen Freunden. Zu Angel.

„Buffy? Liebling? Hörst du mir überhaupt zu?“  fragte Mum irgendwann.

„Was? Ja, ja natürlich“ antwortete ich zerstreut.

„Buffy. Woran denkst du? Etwa wieder an Angel?“ fragte sie fürsorglich. Ich senkte ertappt den Kopf, doch ich versuchte gerade zu wiedersprechen, da fing sie wieder an.

„Ihr seid doch aber nicht mehr zusammen, oder? Du hast doch Schluss gemacht?“

„Mum! Ich will jetzt nicht darüber reden“

„Es tut mir leid Buffy, aber ich möchte das jetzt genau wissen!“

„Genau? Wie genau? Ja, ich hab Schluss gemacht, aber mehr geht dich gar nichts an!“ sagte ich kalt.

„Entschuldige, ich wollte nicht mehr damit anfangen“  Ich nickte nur knapp und wandte den Kopf wieder aus dem Fenster.

 

                                     Bills Sicht

 

Tom und ich würden mal wieder alleine in den Urlaub fahren. In diesem Urlaub würden wir allerdings fliegen. Georg und Gustav würden zu Hause bleiben. Nur zwei Bodyguards begleiteten uns.

„Boah, scheiße Alter, wir fliegen los!“ Wir saßen im Flugzeug auf dem Weg in die Malediven. Tom zappelte schon die ganze Zeit herum, er war total nervös.

„Chill out, es passiert schon nix“ sagte ich. Er sah nicht weniger unruhig aus, sagte aber nix mehr und stöpselte sich seinen iPod ins Ohr.  Auch ich hatte leichte Angst vorm Fliegen, konzentrierte mich dann aber lieber auf die Filme die gerade so liefen. Nach einiger Zeit fing mich auch das an zu langweilen. Normalerweise flogen wir nicht sondern fuhren mit unserem Nightliner durch die Gegend. Da konnten wir machen was wir wollten, hier musste man sitzen bleiben, durfte sich nicht bewegen und zu allem Überfluss kamen auch alle 10 Minuten Leute zu unserem Platz und fragten nach Autogrammen. Langsam wurde mir das echt zu viel. Nach schier endlosen Stunden setzte das Flugzeug zur Landung an und wir wurden alle kräftig durchgerüttelt. Als wir dann endlich standen und unsere Gurte abnehmen durften, schüttelte ich Tom an der Schulter.

„Ey Alter, wach auf“ sagte ich. Er grummelte nur unwillig und kuschelte sich tiefer in seinen Sitz.

„Tom!“

„Was’n los?“

„Komm schon, wir müssen raus, das Flugzeug ist gelandet“ fuhr ich ihn an. Endlich erhob er sich, wenn auch etwas unwillig und wir stiegen aus dem Flieger.

 

3. Kapitel

 

Bills Sicht

 

In der Halle, wo wir unsere Koffer abhole konnten, sah ich sie zum Ersten Mal. Sie stand gelangweilt an ihren Gepäckwagen gelehnt. Ich fühlte mich auf unerklärliche Weise sofort zu ihr hingezogen. Ich wusste nicht, was mich so an ihr faszinierte. Ich starrte sie an, bis Tom mir schließlich seinen Ellenbogen in die Seite stieß.

„was ist denn? Wo guckst du so gebannt hin?“ fragte er neugierig.

„Da, siehst du das Mädchen da vorne?“ Er pfiff durch die Zähne.

„Super Bill, du hast also doch Geschmack!?“ wunderte sich Tom.

„Ach Halt die Klappe Tom!“ herrschte ich ihn an. Unsere Koffer und wir machten uns auf den Weg zu dem Bus, der uns ins Hotel bringen würde. In diesem Urlaub verzichteten wir auf allen möglichen Starschnickschnack. Auch unsere Bodyguards würden uns nicht begleiten. Sie würden zwar in unserem Hotel wohnen aber in einem Ganz anderem Stockwerk.

„Bill jetzt mach schon!“

„Häh?“

„Mensch Bill, jetzt komm endlich in den Bus! Man, wo bist du in letzter Zeit eigentlich mit deinen Gedanken?!“ fragte Tom.

„Wieso, ich bin doch hier“ Tom schüttelte verständnislos den Kopf. Wir setzten uns in den Bus in die letzte Reihe.

„Bill, was ist denn los mit dir? Wo bist du in letzter Zeit mit deinen Gedanken?“

„ich weiß nicht; ich denke einfach nur viel nach“

„Doch etwa nicht über das Mädchen aus – Hey, guck mal da ist sie wieder“ Tom deutete auf den Buseingang. Oh nein. Ich drehte Tom wieder zu mir um.

„Das hat gar nichts mit ihr zu tun!“

„Achja?“ er zog skeptisch eine Augenbraue hoch.  „Und wieso darf ich nicht mal in ihre Richtung gucken?“

„Das hab ich gar nicht gesagt, ich will nur nicht, dass sie jetzt auf uns aufmerksam wird, weil du sie die ganze Zeit anstarrst!“

„Aber das hast du vorhin doch auch gemacht!“  widersprach er.  „Außerdem –„ wollte er wieder ansetzen, doch ich sah ich böse an.  SIE war nämlich gerade auf uns zugekommen und ich wollte nicht, dass sie etwas von unserem Gespräch mitbekam.  Tom verdrehte entnervt die Augen und wandte  sich dem fenster zu. Doch ich hatte nur Augen für das Mädchen, das jetzt ausgerechnet vor mir saß. Ihre Mutter redete mit ihr, doch sie schien überhaupt nicht zuzuhören. Das schien auch ihre Mutter bald einzusehen, denn sie fragte schließlich.

„Buffy? Liebling? Hörst du mir überhaupt zu?“  Buffy hieß sie also. Ich war sofort angetan von dem Namen.  Ich sah aus den Augenwinkeln, wie sich auch Tom dem Gespräch vor uns zuwandte.

„Was? Ja, ja natürlich!“ sagte sie, allerdings etwas verplant, was sie noch süßer erscheinen ließ.

„Buffy! Woran denkst du? Etwa wieder an Angel?“ fragte ihr Mutter und sah sie fürsorglich an. Angel?  Wer war zum Teufel Angel? Hatte sie einen Freund? Naaa toll.  Aber ich mein, ich sah sie eh nie wieder, was sollte es daran ändern ob sie einen Freund hatte oder nicht. Sie senkte den Kopf und ihre Mutter fragte wieder.

„Aber ihr seid doch nicht mehr zusammen, oder? Du hast doch Schluss gemacht?!“

„Mum! Ich will jetzt nicht darüber reden!“

„Es tut mir Leid Buffy, aber ich möchte das jetzt genau wissen!“ Mensch, die konnte aber aufdringlich sein.  Eigentlich wäre es nur gerecht, wenn sie jetzt aufhören würde, da nach zu bohren, aber ich wollte es jetzt auch wissen.

„Genau? Wie genau? Ja, ich hab Schluss gemacht, aber mehr geht dich gar nichts an!“ sagte Buffy kalt.

„Entschuldige, ich wollte nicht mehr damit anfangen.“ Meinte ihr Mutter und das Mädchen nickte nur knapp. Sie sagte nichts mehr und auch ich holte jetzt meinen iPod aus meiner Tasche und sah sie nur nachdenklich an. Ich machte mich ihretwegen verrückt, aber wieso sollte ich das? Ich sah sie eh nie wieder, auch wenn ich hoffte, dass es nicht so war. Es piepte und die Batterie meine iPods war leer. Super. Ich legte ihn zurück in die Tasche.

„Schätzchen, willst du nicht noch Mr Giles anrufen, wenn wir im Hotel angekommen sind?“ fragte ihre Mutter plötzlich. Also so eine Fragerei würde mir auch auf die Nerven gehen.

„Mum, ich ruf Giles nachher an,  aber wir sind noch nicht einmal aus diesem Bus hier raus“ sagte Buffy. Auch ihre Stimme klang genervt.  Ihre Mutter nickte.  Irgendwann war auch die Fahrt mit dem Bus zu Ende und wir stiegen aus um unsere Koffer zu holen.

Das Hotelzimmer war riesig.  Wir hatten uns keine Suite gebucht, sondern ein ganz normales Zimmer und trotzdem war es irre groß. Tom und ich hatten jeder ein Zimmer, ein Badezimmer für beide, und ein Wohnraum mit Küche und Wohnzimmer zugleich.

„Also, hier lässt sich leben“ entschied Tom und schmiss seinen Koffer auf sein Bett.  Ich sah auf die Uhr  am anderen Ende des Zimmers. Es war schon halb 4. Ich räumte meine Klamotten aus dem Zimmer und gesellte mich zu Tom.

„Wollen wir uns nachher mal das ganze Hotel angucken?“  fragte ich.

„keine schlechte Idee. Aber das läuft nicht darauf hinaus, dass du rein zufällig ein gewisses Mädchen namens Buffy treffen willst?“ er grinste.

„Was? Ist sie hier in diesem Hotel?“ das wär ja noch schöner. Mein Herz machte einen Sprung.

„Logisch, hast du sie nicht gesehen?“ Ich schüttelte den Kopf. Ich konnte manchmal echt blind sein.

„Na gut, dann lass uns mal losgehen“ meinte Tom. Erst sahen wir uns im Essensaal um. Er war groß, aber sonst auch nix besonderes.  Aufenthaltsraum, wir registrierten den Ort der Toiletten und wollten hinab in den Wellness- und Fitnessbereich gehen, da kamen zwei Mädchen auf uns zu. Das Eine war so in unserem alter das andere eher 11-13.  Ich sah wie Tom die Ältere von oben bis unten durchcheckte. Sie hatte lange blonde Haare und ihre Klamotten wirkten etwas zu knapp. Ich mein, heiß sah sie ja schon aus, aber es wirkte zu oberflächlich. Die Kleine wirkte relativ schüchtern.

„Hi, meine Schwester würde gerne ein Autogramm haben“  sagte die Blonde. Tom starrte sie immer noch geistesabwesend an.

„Aber natürlich“ sagte ich und lächelte. Das war eher dem kleinen Mädchen gedacht, doch die Ältere lächelte geschmeichelt zurück. Nachdem wir den beiden, die Blonde entschied sich später doch noch dafür, ein Autogramm gegeben und Fotos gemacht hatten, konnten wir endlich mit unserer Erkundungstour fortfahren. Der Pool war grandios.  Er war riesig, mit vielen Rutschen und sogar zwei Sprungtürmen. Es gab 5 Saunen, wo natürlich noch ein Abschreckbecken nebenstand.  Ich bekam eine Gänsehaut wenn ich es nur sah. Tom zerrte mich weiter, in den Fitnessraum. Dort sah ich Buffy wieder. Sie schlug gerade mit gezielten Schlägen gegen einen Boxsack, der schon etwas mitgenommen aussah.

„guck mal, deine Kleine ist Boxerin“ scherzte Tom. Doch dann tat sie etwas, was absolut nichts mehr mit boxen zu tun hatte. Sie stellte sich an das ende einer langen Matten reihe, atmete tief durch und schlug dann zwei Räder, einen Flickflack und als ob das nicht genug des Guten wäre, machte sie am Ende noch einen Salto und landete im Spagat.

„Scheiße, das war etwas wenig mit der Dehnung!“ hörte ich sie fluchen. Dann klingelte plötzlich ihr Handy.

„Buffy Summers?“  Summers, ein schöner Nachname.

„Ah, Giles, wie geht es ihnen? ...Tut mir Leid, Mum hat mich noch daran erinnert aber dann hab ich es vergessen….Hören Sie mal, ich bin gerade angekommen und jetzt verlangen Sie schon ein ausreichendes Training?! …. Schon gut, ich hab eh schon angefangen, allerdings können Sie nicht von mir erwarten, dass ich das jeden Tag tue, geschweige denn, dass ich jede Nacht auf die – sie wissen schon. Ist alles klar bei euch, also wegen – wegen dieser Sache? …. Dann bin ich ja beruhigt. Grüßen Sie die anderen von mir und arbeiten Sie nicht zu viel“ Sie drückte auf einen Knopf und legte das Handy weg.  Dann ging sie wieder zu dem Boxsack und attackierte ihn wieder mit präzisen Schlägen. Ich war so fasziniert, dass ich gar nicht bemerkte, wie Tom neben mir die Hände überm Kopf zusammen schlug. Er packte meinen Arm und schleifte mich weg von der Tür.

„Bill, du bist völlig abgedreht“ meinte er.

„Stimmt ja gar nicht!“ widersprach ich.

„Richtig, du tust nur so. Mensch Alter, wenn du sie so toll findest musste sie ansprechen!!“

„Wie soll ich das denn anstellen?“ fragte ich zweifelnd.

„Na, in dem du einfach mit ihr redest, mach ein Date mit ihr aus“ schlug Tom vor.  Ich riss gespielt erschrocken die Augen auf.

„Tom, also ohne dich wäre ich nie auf die Idee gekommen.“ Ich verdrehte die Augen.  „Das kann ich doch nicht machen, David kriegt einen Herzkollaps.“

„Du bist viel zu kompliziert“ stellte Tom fest.

Nach dem Abendessen, wollte ich noch ein wenig spazieren gehen. Tom würde an die Hotelbar gehen und dort ein paar Mädchen aufreißen, hatte er zu mindestens gesagt und ich nahm es ihm wortwörtlich ab.

Es war schon dunkel und ich setzte mich auf eine Parkbank und dachte, wie so oft in letzter Zeit, über Buffy nach. Was hatte das Mädchen mir eigentlich angetan? Wir hatten uns noch nicht einmal unterhalten und ich zerbrach mir hier meinen Kopf über sie.

Plötzlich hörte ich Kampfgeräusche und ein schmerzerfülltes Stöhnen. Ich lief sofort in die Richtung, in der ich den Lärm gehört hatte, sah dort allerdings nur ein Mädchen am Boden liegen.

Nur ist gut gesagt. Besorgt beugte ich mich über sie und erkannt wer da vor mir lag. Buffy! Ich keuchte überrascht auf. 

4. Kapitel

  

 

„Hey! Hey Buffy, sag doch was!“ sagte ich, doch sie rührte sich nicht. Wie es aussah, war sie übelst verprügelt worden. Ich rief den Krankenwagen. Der auch schon Minuten später erschien. Ich fuhr mit und schrieb nur Tom schnell eine SMS, wo ich mich befand. Die Sanitäter sahen mich komisch von der Seite an, wahrscheinlich erkannten sie mich. 

Buffy war seit einer halben Stunde ohnmächtig, die Ärzte konnten jedoch nichts tun. Sie hatte nur mehrere Schrammen und eine Platzwunde am Kopf, die verbunden wurde, ansonsten war nichts passiert.  Eine Gehirnerschütterung wurde jedenfalls nicht festgestellt. Ich musste eine Aussage bei der Polizei machen, konnte jedoch nicht mehr sagen, Laute eines Kampfes vernahm und sie plötzlich ohnmächtig im Gras lagen sah.

Ich saß an ihrem Bett. Dann  sah ich wie ihre Augenlieder flackerten und sie die Augen aufschlug.

Verwirrt blinzelte sie mich an.

 

„Was -? O mein Gott“ sagte sie und hielt sich den Kopf.  „Was ist passiert?“

 

„Ich hab dich gefunden wie du im Gras lagst, da hab ich den Krankenwagen angerufen“ erzählte ich. Verwundert sah sie mich an, dann fasste sie sich wieder.

 

„Ich danke dir, aber das wäre überhaupt nicht nötig gewesen“ meinte sie und wollte aufstehen.

 

„Halt, du darfst nicht aufstehen!“ sagte ich bestürzt und hielt sie zurück.

 

„Kennen wir uns irgendwo her?“ fragte sie, als sie mir direkt ins Gesicht sah. Natürlich kannten wir uns. Erstens war ich berühmt und zweitens hatten wir uns am Flughafen gesehen. Doch anders als andere Mädchen, fing sie nicht an zu schreien und wollte auch kein Autogramm haben.

 

„Ach, vom Flughafen, richtig?“ fragte sie, ich nickte.

 

„Wie heißt du denn?“ fragte sie neugierig.

 

„Was?“ Überrascht hob ich den Kopf. Sie kannte mich nicht? Allerdings konnte das auch ein Trick sein.

 

„Bill, du bist Buffy, nicht wahr?“ Sie nickte überrascht.  Dann schüttelte sie denn Kopf, als wollte sie sich von etwas losreißen.

 

„Ich muss jetzt dringend hier weg“

 

„Der Arzt mein, du darfst erst morgen weg“ versuchte ich sie zum bleiben zu überreden.

 

„Ach, der hält das schon ohne mich aus, der hat doch eh genug zu tun“ meinte sie und ich musste grinsen über ihre Wortwahl. Da kam auch schon eine Krankenschwester rein.

 

„Ah, sie sind also schon wieder wach?“ fragte sie.

 

„Sieht so aus“ brummte Buffy.  „Kann ich jetzt gehen?“ fragte sie hoffnungsvoll.

 

„Ich denke nicht“ die ältere Frau, die ich dank des Schildchens an ihrem Kittel als Fr. Bäumer identifizierte, zog die Stirn in Falten und sah ihre Patientin skeptisch an. Da fiel mir erst auf, dass sie deutsch sprach. Vielleicht gab es hier auch extra Schwestern für deutsche Patienten.

 

„Der Arzt muss Sie erst einmal untersuchen, dann werden wir weitersehen“  Wie als wüsste er Bescheid, kam da auch schon der Arzt durch die Tür.

 

„Sie sind also wieder aufgewacht“ stellte der Arzt fest.

 

„Wie man sieht“ erwiderte Buffy. Er leuchtete ich in die Augen, prüfte ihren Puls und besah sie nochmals die Schrammen, die ihren Körper zierten. Dann runzelte er ebenfalls die Stirn.

 

„Das ist aber ungewöhnlich“  murmelte er überrascht.

 

„Was?“ fragte Buffy besorgt.

 

„Ich hätte schwören können, dass sich hier ein blauer Fleck bilden würde“ sagte er.

 

„Wissen Sie, dass geht bei mir nicht so schnell“ rechtfertigte Buffy sich.

 

„Ja – ja“ murmelte er gedankenverloren.

 

„Also, kann ich jetzt gehen?“ fragte Buffy und stand auf.

 

„ich weiß nicht so recht, aber sie sehen schon wieder recht gesund aus“ meinte er.  „Ihr Freund wird Sie doch sicher begleiten, oder?“ Sie warf mir einen schnellen Blick zu und ich öffnete gerade den Mund um zu protestieren, da  ergriff auch sie schon wieder das Wort.

 

„Natürlich, er wird mich nach Hause fahren“ sagte sie.

 

„Na gut, aber wenn es ihnen wieder schlechter geht, kommen Sie bitte wieder“ sagte der Arzt und verabschiedete sich. Auch die Krankenschwester ging.

 

„ Gott sei Dank, ich dachte schon, ich würde hier bis morgen bleiben müssen“ dann grinste sie.

„Und als mein gerade erfundener Freund, begleitest du mich doch sicher in das Hotel, oder?“

Ich musste lachen.

 

„Logisch.“  Wir traten auf den Flur und gingen gemeinsam runter auf die Straße.  Der Weg zu Hotel dauerte relativ lange, doch wir hielten uns auf beleuchteten wegen und redeten die ganze Zeit.

 

„was machst du eigentlich in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade hier die Ferien verbringst?“ fragte sie mich.

 

„Du – du weißt es nicht??“ vollkommen geplättet sah ich sie an.

 

„Entschuldige, ich kann vieles, aber nicht Hellsehen“ sie lachte.

 

„Ich hätte nicht gedacht…“ Ich verstummte, ich wollte es ihr nicht sagen.  „Erkennst du mich nicht? Hast du mich noch nie gesehen?“

 

„Natürlich habe ich das. Auf dem Flughafen und im Hotel schon einmal, aber sonst kenne ich dich nicht, nein“

 

„Weißt du – ich singe in einer Band und ….“ sie ließ mich nicht ausreden.

 

„Du spielst in einer Band? Wie cool, Oz spielt auch in einer Band“

 

„Hör zu, die Band ist sehr berühmt, schon mal was von Tokio Hotel gehört?“

 

„Klar, das sind diese vier Jungs aus irgend so einem kleinen Dorf, die irgendwie gerade eine ganz große Europatour hinter sich hatten und….oh…“ mit großen Augen sah sie mich an.  „ Du – spielst in dieser Band? O mein Gott!“ mehr brachte sie nicht heraus. Doch schnell hatte sie sich wieder gefasst und fragte mich über das Starleben aus.

Auch ich fragte sie nach ihrem Leben, doch sonderlich viel gab sie nicht preis.

Im Hotel angekommen sahen wir uns lange an und schließlich verschwand sie auf ihrem Zimmer.

 

 

5. Kapitel

 

 

Buffys Sicht

 

 Langsam kehrte mein Bewusstsein wieder. Das grelle Licht blendete mich und ich sah einen Jungen an meinem Bett sitzen.

 

„Was-?“ Scheiße tat mein Kopf weh.  „Oh mein Gott. Was ist passiert?“ fragte ich.

 

„Ich hab dich gefunden wie du im Gras lagst, da hab ich den Krankenwagen angerufen“ erklärte der Junge. Also hatte er mir das Ganze hier eingebrockt, scheiße nochmal. Aber irgendwie war das ja auch süß von ihm gewesen.

 

„Ich danke dir, aber das wäre überhaupt nicht nötig gewesen!“ sagte ich und erhob mich um aufzustehen.

 

„Halt, du darfst nicht aufstehen“ warnte er mich. Da wurde es mir zu blöd. Erstmal wollte ich überhaupt wissen, wie er hieß.

 

„Kennen wir uns irgendwo her?“ fragte ich und sah ihn direkt an. Da fiel es mir wieder ein. „Ach, vom Flughafen, richtig?“ Er nickte.  Jetzt wurde ich neugierig.

 

„Wie heißt du denn?“ Er hob überrascht den Kopf und sah mich perplex an.

 

„Was?“ Dann fasste er sich wieder. „Bill, du bist Buffy, nicht wahr?“ Woher er das jetzt wusste, fiel mir nicht ein, aber das war mir in diesem Moment auch herzlich egal. Ich wollte unbedingt aus diesem scheiß Krankenhaus raus!

 

„Ich muss jetzt dringend hier weg!“ meinte ich, doch er hatte wieder ein Argument parat.

 

„Der Arzt meint, du darfst erst morgen weg“

 

„Ach, der hält das schon ohne mich aus, der hat doch eh genug zu tun“ sagte ich und sah wie er lächelte. Doch da sah ich, wie eine Krankenschwester den raum betrat.

 

„Ah, sie sind also schon wieder wach?“ fragte sie. Was? Sie sprach Deutsch? Wieso das denn?

 

„Sieht so aus“ sagte ich, was für eine blöde Frage. „ Kann ich jetzt gehen?“ hoffnungsvoll sah ich sie an.

 

„ich denke nicht“ antwortete sie. „Der Arzt muss sie erst einmal untersuchen, dann werden wir weitersehen“ da kam auch schon der Arzt.

 

„Sie sind also wieder aufgewacht“ stellte er fest. Wie schlau die hier aber auch alle sind, dass hätte ein deutscher Arzt bestimmt nicht feststellen können.

 

„Wie man sieht“ war nur meine Antwort. Da leuchtete er mir auch schon in die Augen, keine Ahnung was der Quatsch soll, prüfte meinen puls und sah sich die schrammen an meinem Körper an.

 

„Das ist aber ungewöhnlich“ hörte ich ihn überrascht sagen.

 

„Was?“ fragte ich besorgt.

 

„ich hätte schwören können, dass sich hier ein blauer Fleck bilden würde“ sagte er und legte die Stirn in falten.

 

„Wissen Sie, dass geht bei mir nicht so schnell“ rechtfertigte ich mich.

 

„Ja – ja“ gedankenverloren starrte er immer noch auf die stelle, als würde sich allein durch seine Gedankenkraft dort, ein blauer Fleck entstehen.

 

„Also, kann ich jetzt gehen?“ fragte ich und stand auf.

 

„Ich weiß nicht so recht, aber sie sehen schon wieder recht gesund aus. Ihr Freund wird Sie doch sicher begleiten, oder?“ Freund? Ah, Bill. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen und warf Ihm einen schnellen Blick zu. Ich sah schon wie er den Mund öffnete um etwas zu sagen, doch bevor er mir die tour vermasseln konnte, kam ich ihm zuvor.

 

„Natürlich, er wird mich nach Hause fahren“ Bill nickte.

 

„Na gut, aber wenn es ihnen wieder schlechter geht, kommen Sie bitte“ ich nickte artig und der Arzt und die Krankenschwester verließen das Zimmer.

 

„Gott sei dank, ich dachte schon, ich würde bis morgen bleiben müssen“ Ich grinste. „Und als mein gerade erfundener Freund, begleitest du mich doch sicher in das Hotel, oder?“ Er lachte.

 

„Logisch“ Wir betraten die Straße, ließen uns von einem der noch unterwegs laufenden Leute den weg zu Hotel beschreiben und schlugen die Richtung ein. 

 

„Was machst du eigentlich in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade die Ferien hier verbringst?“  Völlig geplättet und aus großen Augen sah er mich an. Was ist denn jetzt schief gelaufen?

 

„Du – du weißt es nicht?“ fragte er völlig baff.

 

„Entschuldige, ich kann vieles, aber nicht Hellsehen“ Ich musste Lachen über seien Reaktion.

 

„Ich hätte nicht gedacht…“ Er verstummte. Ich sah wie er einen Augenblick zögerte.  „Erkennst du mich nicht? Hast du mich noch nie gesehen?“ was für eine Frage.

 

„Natürlich habe ich das. Auf dem Flughafen und im Hotel schon einmal, aber sonst kenne ich dich nicht, nein“  Ich sah, wie er wieder zögerte bis er schließlich sagte:

 

„Weißt du – ich singe in einer Band….“ Weiter kam er nicht, ich unterbrach ihn.

 

„Du singst in einer Band? Cool, Oz spielt auch in einer Band“

 

„Hör zu, die Band ist sehr berühmt, schon mal was von Tokio Hotel gehört?“

 

„Klar, das sind diese vier Jungs aus irgend so einem kleinen Dorf, die irgendwie gerade eine ganz große Europatour hinter sich hatten und….oh…“ mit großen Augen sah ich ihn  an.  „ Du – spielst in dieser Band? O mein Gott!“ mehr brachte ich nicht heraus. Doch schnell hatte ich mich wieder gefasst und fragte ihn über das Starleben aus. Das war ja mal total aufregend, ich wollte alles wissen. Leider waren wir schon bald an dem Hotel angekommen und ich verabschiedete mich von ihm.

Als ich zu Mum ins Hotelzimmer kam, war sie völlig aufgelöst und warf sich mir in den Arm.

 

„Schätzchen, was war denn los?“ fragte sie schon fast hysterisch.

 

„Alles in Ordnung, nur die normale Patrouille“  log ich. Ich wollte ihr wirklich nicht auf die Nase binden, dass ich im Krankenhaus war.

 

„Aber es ist schon 2 Uhr nachts!“

 

„Mum, ich war schon öfters so lange weg“ beruhigte ich sie.  Langsam beruhigte sie sich wirklich und ich konnte endlich schlafen und ich träumte zu meiner Verwunderung von Bill.

 

 

Kapitel 6

 

Buffys Sicht

 

 

Als ich am nächsten Tag aufwachte, war es schon halb 11. Hastig stieg ich aus dem Bett und duschte mich. Mum war auch gerade fertig geworden und wir gingen runter zum Frühstück. Ich stellte fest, dass meine Haare noch feucht waren, doch das war mir im Moment egal. Im Essenssaal, sah ich mich nach Bill um, ich entdeckte ihn am Büffet.

 

„Hey Mum, reservier uns doch mal den Platz dahinten, ich bin gleich wieder da“ Ich zeigte auf den Tisch der direkt neben dem stand, an dem der Junge saß, der ich schon einmal mit Bill zusammen gesehen hatte.

 

„Natürlich schatz“ Mum ging auf den Tisch zu und ich lief zum Büffet. Dabei sah ich jedoch nicht, wie Der junge vom Nachbartisch mir hinterher sah.

 

„Hey Bill.“ Sprach ich ihn an. Er drehte sich um und als er mich sah lächelte er.

 

„Hi Buffy, haste gestern noch genug Schlaf gekriegt?“ fragte er.

 

„Wie mans nimmt. Dafür allerdings Ärger mit Mum“ Bei den Worten, füllte ich mir Kaffe in meinen Becher.

 

„Oh, wars schlimm?“

 

„Nein, sie hat sich eher Sorgen gemacht, ich hab ihr das mit dem Krankenhausbesuch allerdings  nicht auf die Nase gebunden“

 

„Um zwei Uhr morgens kommst du nach hause und kriegst keinen Ärger?“ fragte er ungläubig, wobei er sich noch mehr auf seinen Teller füllte. Oh je, jetzt hatte ich zu viel gesagt.

 

„Na ja, ich bleib öfters länger weg“ redete ich mich raus und bevor er noch  was sagen konnte fragte ich:

 

„Und du willst das alles essen?“ Ich zeigte auf seinen Teller der randvoll mit Essen war.

 

„Jop, ich kann das ab“ er grinste.

 

„Du Glücklicher“ ich seufzte, doch dann lächelte ich auch. „Ich muss jetzt wieder zu Mum, vielleicht sehen wir uns ja heute noch“  Mit den worten verabschiedete ich mich und steuerte wieder auf unseren tisch zu. Diesmal fiel mir der Blick von Bills Freund allerdings auf. Skeptisch und gleichzeitig auch neugierig musterte er mich. Was das jetzt bedeuten sollte wusste ich nicht. Ich hatte Mum einen Kaffee mitgebracht und auch ich nippte vorsichtig an dem heißen Getränk.

 

„Also schatz, was willst du heute machen?“ fragte mich Mum.

 

„Mhh, wir können vielleicht an den Strand gehen?“ fragte ich sie.

 

„ich hatte eher gehofft, wir könnten uns eine Kunstausstellung angucken“ fragend sah sie mich an.

 

„Och nee, heut ist so schönes Wetter, da geh ich doch nicht auf eine Kunstausstellung! Ich will an den Strand!“ sagte ich entschieden.

 

„Da ich die Karten schon hab, hatte ich gehofft du würdest ja sagen“  sagte sie und sah mich bittend an.

 

„Mum, das ist Erpressung!“

 

„Ich weiß Liebling. Kommst du trotzdem mit mir dahin?“

 

„Können wir nicht morgen dahin?“  versuchte ich sie umzustimmen.

 

„Tut mir Leid Schätzchen aber das gilt nur für heute“

 

„Och Mum, das ist gemein. Du wusstest genau, dass ich da nicht hingehen will!“

 

„Es geht auch nur zwei Stunden, danach können wir ja an den Strand gehen“ Ich zögerte.

 

„Na gut, du hast gewonnen“ ich gab mich geschlagen.

 

„Danke Schatz, dann trink mal schnell aus, es fängt in einer halben Stunde an“

 

„Was? Und wie sollen wir dahin kommen? Wir haben doch gar kein Auto“

 

„Wir gehen natürlich zu Fuß!“ Überrascht sah sie mich an.

 

„Ich hasse deinen Umweltbewusst sein-Trip“ sagte ich seufzend. Wir standen auf und gingen nach draußen.

 

Zwei stunden später! Ich trat seufzend aus der stickigen Halle  und sog gierig die frische Luft ein. Naja, frisch nun wieder auch nicht aber besser als in der Kunsthalle. Mum redete immer noch händeringend von den wundervollen Bildern, doch ich hörte nur auf halbem Ohr zu.

 

„Mum.“ Unterbrach ich sie.

 

„Was denn Liebling?“

 

„Gehen wir jetzt endlich an den Strand?“ fragte ich.

 

„Natürlich. Da vorne kann man sogar gleich raufgehen“  Wir liefen eine Weile barfuß, unsere Schuhe in den Händen haltend, am Strand entlang.  Ich schwitze und mein Rock klebte an meinen Beinen.

 

„Guck mal, da ist unser Hotel wieder!“ sagte Mum plötzlich.

 

„Na endlich. Lass uns die Schwimmsachen holen und endlich ins Wasser“ schlug ich vor. Mum stimmte zu und ich zog mein weißes Bikinioberteil an und die dazugehörige Badeshorts an. Über das Oberteil zog ich noch ein dünnes Top und dann war ich auch schon wieder fertig. Am Strand streifte ich mir das top vom Körper und stürzte mich in die herrlich kalten Fluten.

 

„Das ist gar nicht so kalt!“ rief ich Mum zu. Die hatte schon ihren roten Badeanzug an und sah skeptisch auf das Wasser.

 

„Komm schon, das ist toll!“ Da war auch sie im Wasser und schüttelte ihre Locken.

 

„Nicht kalt, wie?“ rief sie lachend und schoss mir wasser ins Gesicht. Ich schrie auf und spritzte zurück. So ging das eine weile weiter, bis Mum schließlich keine Puste mehr hatte.

 

„Oh man, ich kann nicht mehr“ sagte sie außer Atem und lächelte.

 

„Wollen wir nach dahinten schwimmen?“ Ich zweigte auf eine kleine Insel die weiter draußen im Wasser aufragte.

 

„Nein Danke, ich schwimm wieder zurück ans Ufer“ sagte Mum.

„Okay, ich bin gleich zurück“ meinte ich und kraulte auf die Insel zu. Ungefähr noch 50 Meter. Ich drehte  mich auf den Rücken und schwamm mit langen Zügen auf das Ufer zu.

 

„Pass auf!“ hörte ich eine bekannte Stimme. Ich drehte mich um. Bill stand mit seinem Freund auf der Insel. Da sah ich es, fast wäre ich voll mit dem Kopf an den Uferrand  geknallt.

 

„Wieder gerettet“ meinte ich grinsend. Auch Bill grinste, nur der andere Junge stand planlos daneben.  Da fiel es auch Bill auf.

 

„Oh, also das ist mein Bruder Tom. Tom, das ist Buffy“  stellte er uns vor.

 

„Brüder?“ fragte ich verblüfft und sah von einem zum anderen.  Die beiden nickten.  Da stutze Tom.

 

„Du weißt nicht wer wir sind?“

 

„Ähh nein,  beziehungsweise weiß ich es seit gestern. Spielst du auch in der Band?“ Verdattert sah er mich an. Dann lachte er.

 

„Willst du mich verarschen?“

 

„Nein“ sagte ich schlicht. Hilfesuchend sah Tom seinen  Bruder an.

 

„Sie kennt uns nicht, ich hab ihr gestern gesagt wer ich bin“ sagte Bill.

 

„Gestern?“ stellte Tom fest und sah uns forschend an.

 

„Während du deine Weiber abgeschleppt hast, hab ich ….“ Er verstummte. Er schien sich nicht sicher zu sein, ob er es sagen durfte. Fragend sah er mich an und ich fuhr fort.

 

„Was auch immer du gemacht hast“ sagte ich an Tom gewandt. „Bill hat mich ohnmächtig auf dem Friedhof gefunden“ erläuterte ich.

 

„Friedhof?“ kam es gleichzeitig von Bill und Tom.

 

„ja, es war auf dem Friedhof – hast du es nicht gesehen?“

 

„Nein“ stellte Bill fest.

 

„Und wieso warst du ohnmächtig?“ fragte Tom. Die Bilder der vergangenen Nacht kamen wieder in mein Gedächtnis. Jetzt erst erinnerte ich mich wieder. Ich hatte mit einem Vampir gekämpft. Einem platinblonden Vampir.

 

„Spike!“ rief ich erstaunt.

 

„Spike? Wer ist Spike?“ fragte Bill verplant.

 

„Ähm,  entschuldige ich war in Gedanken. Ich weiß nicht wer das war, auf jeden fall wurde ich zusammen geschlagen.“ Sagte ich.

 

„Und du bist sicher, dass das nicht dieser Spike gewesen ist?“ fragte Tom.

 

„Äh – Nein“  sagte ich lahm.

 

„Wieso hat eigentlich jemand dich geschlagen?“ fragte Tom plötzlich.

 

„keine Ahnung. Vielleicht war der ja psychisch gestört oder so“ ich zuckte die Achseln.  Spike war auf dieser Insel. Warum ausgerechnet hier???

 

„Ich muss jetzt wieder zurück.  Viel Spaß noch und wir sehen uns ja nachher bestimmt noch“ mit den worten war ich mit einem Kopfsprung im wasser, schwamm zügig auf das andere Ufer zu du ließ zwei verblüffte Jungen dort stehen.

Mum sah mich erstaunt an als ich schon wieder zurück war.

 

„Das ging aber schnell“ sagte sie.

 

„Mum, hast du dein Handy dabei. Ich muss telefonieren“ Mum setzte sich gerade auf.

 

„Was ist denn los?“ fragte sie besorgt.

 

„Nichts! Gar nichts! Ich muss nur mit Giles sprechen. Hast du jetzt dein Handy dabei oder nicht?“

 

„Natürlich. Hier“ sie drückte mir das Telefon in die Hände und ich wählte hastig Giles Nummer. Vorsichtshalber ging ich ein paar Schritte von Mum weg, ich wollte nicht, dass sie es erfährt. Zumindestenes noch nicht.

Nach dem Gespräch war ich auch nicht schlauer. Giles hatte vorgeschlagen in Gruften nachzuschauen, nachdem er sich vergewisserte hat das mir nichts passiert war. Mehr konnte er mir auch nicht raten. Ich ging wieder zu Mum und legte mich zu ihr auf mein Handtuch. Langsam wurde es kälter und wir gingen wieder ins Hotel.

 

Am Abend fand im Hotel eine Party statt und ich beschloss hinzugehen.  Ich zog ein kurzes schwarzes Kleid an, dazu passende High Heels und erneuerte meine dezente Schminke ein wenig.  Als ich den ersten Stock erreichte dröhnte mir schon die Musik entgegen.  Ich setze mich an die Bar und bestellte mir etwas zu trinken.

 

„Das geht auf mich“ vernahm ich plötzlich eine Stimme hinter mir. Es war Bill.

 

„Hi, ich hatte gehofft du würdest kommen“ begrüßte ich ihn.

 

„Tja, eigentlich war ich ja mit meinem Bruder hier, aber den hab ich hier irgendwo verloren“ er grinste.

 

„Schleppt er wieder Mädels ab?“ fragte ich lachend.

 

„So könnte man es auch formulieren.“ Auch er lachte. Wir redeten wieder über Gott und die Welt, bis irgendwann „Don’t stop the Music“ von Rihanna aus den Boxen tönte.

 

„Das ist mein Lieblingslied. Komm wir tanzen!“ sagte ich und sprang auf.

 

„Nein!“  kam es entsetzt von Bill. „Ich tanze nicht, ich gucke dir nur zu“ 

 

„Och komm schon!“ bettelte ich.

 

„Nein!“ er blieb standhaft.

 

„Na gut“ Ich gesellte mich zu der Menge auf der Tanzfläche und bewegte mich rhythmisch zu der Musik.  Als schließlich auch die letzten Töne des Liedes verklangen ging ich wieder zu Bill.

 

„Das sah ja super aus“ er grinste.

 

„Danke“ ich lächelte.  Ich bestellte mir noch einen Drink und Bill und ich redeten noch bis Mitternacht.  Ich stellte fest, dass wir die gleichen Interessen hatten und in vielen Dingen einer Meinung waren.  Wir konnten auch gut über Dinge diskutieren, mir machte es einfach total Spaß mit ihm zusammen zu sein.

Als ich später im Bett lag, fiel mir auf das ich heute kein einziges Mal an Angel gedacht hatte. Nicht einmal.  Ich fühlte ein Unbehagen in meinem bauch. Aber ich hatte mich in Bills Nähe total wohl gefühlt. Nicht mehr so drückend vor schlechtem Gewissen das ich sonst immer empfand gegenüber Angel.  So sollte es auch bleiben, ich wollte diesen Urlaub genießen. Schließlich war die Sache mit Angel schon fast 3 Monate her und immer noch trauerte ich um ihn.

Irgendwann schlief ich erschöpft ein.

 

Kapitel 7

 

Buffys Sicht

 

Mum und ich hatten beschlossen uns heute die Stadt anzugucken.  Wir latschten durch die Straßen, doch als ich einen Klamotten Laden sah, war es um mich geschehen.

 

„Mum, warte mal! Ich muss da mal rein!“ rief ich ihr hinterher. Nach einer dreiviertel Stunde war ich Stolze Besitzerin, zwei neuer T-Shirts und einem Sommerkleid.  Mit den Tüten in der Hand schleppten wir uns weiter durch die Stadt.  Ich fand noch einen Laden für Sonnenbrillen und hatte nach 20 Minuten mir eine  neue ausgesucht.  Die platzierte ich auch schon gleich in meine Haare und war rundum zufrieden. 

Wir gönnten uns noch ein eis, Mum machte ein Bilderladen ausfindig und mehrere Stunden später befanden wir uns wieder im Hotel.  In der Eingangshalle holte Mum gerade unseren Schlüssel, den sie immer dort abzugeben pflegte, da hörte ich eine bekannte Stimme meinen Namen rufen.

 

„Buffy! Warte mal!“ Bill! Mein Herz machte einen freudigen Sprung.

 

„Hey Bill“ sagte ich.

 

„Hi. Wart ihr in der Stadt?“ fragte er und sah neugierig auf die Einkaufstüten.

 

„Ja, den ganzen Tag!“ ich grinste.

 

„Ich wollte fragen, ob du vielleicht Lust hast, mit Tom und mir morgen an den Strand zu gehen?“ er sah mich fragend an. Ich sah ihm an, dass es ihm nicht besonders leicht fiel, diese Frage zu stellen.

 

„Klar gerne!“ Er strahlte.

 

„Sollen wir dich morgen um 2 abholen?“ fragte er.

 

„Ja, meine Zimmernummer ist 483. Im fünften stock“

 

„Okay, bis dann“

 

„Ja, bis morgen“ Ich drehte mich um, da brach auch schon das Grinsen in meinem Gesicht aus.  Boah, ich war jetzt schon richtig aufgeregt. War das ein Date? Bei dem Gedanken verschwand das Lächeln abrupt. Ich dachte wieder an Angel. Quatsch, er würde nie wieder kommen, also durfte ich mich doch mit einem anderen Jungen verabreden. Trotzdem sah ich es nicht als Date, sondern als ganz normales Treffen. Da musste ich auch schon wider grinsen.

 

„Naa, willst du mir nicht sagen wer das war?“ fragte Mum und sah mich interessiert an.

 

„Bill. Das war Bill“ sagte ich und mein Gesicht nahm einen verträumten ausdruck an.

 

„Aha“  Mum konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Auch ich lächelte und wir gingen in unser Zimmer. Ich hatte keine Lust heute auf Patrouille zu gehen und legte mich ins Bett.  Ich sah noch ein bisschen fernsehen, doch dann schlief ich schnell ein.

 

 

Der Tag mit Bill war wunderschön. Wir waren am Strand und waren bestimmt viermal im Wasser. Einmal sind wir auf die Insel geschwommen. Ich glaube, ich habe den ganzen Tag nur gelacht. Es war so schön. Ich hatte die ganze Zeit Bauchkribbeln wenn ich Bill angesehen habe. Tom hat das scheinbar gemerkt, denn nach einiger Zeit ist er mit einem Mädel in einem Strandcafé verschwunden.

Viele Leute haben sich zu Bill und mir umgedreht, doch ich dachte mir, dass das wegen seiner Berühmtheit so war.

Gegen Abend sind wir beide noch eine Pizza essen gegangen und dann hat Bill mich hoch in mein Hotelzimmer gebracht. Wir haben uns wieder tief in die Augen gesehen, doch ich bin schnell in mein Zimmer verschwunden.

 

Ich wachte von einem komischen Geruch aus meinem Traum auf. Ich hatte wieder von Bill geträumt. Wenn ich wieder daran dachte, stahl sich ein Lächeln auf meine Lippen.  Da roch ich es wieder.

 

„Mum? Ist alles okay?“ rief ich, als ich ein klapperndes Geräusch aus der Küche hörte. Ja, wir hatten sogar eine Küche, allerdings aßen wir lieber unten in dem Essenssaal. Da ich keine Antwort bekam, schnellte ich aus dem Bett. Mum lag auf dem Boden. Sie hatte scheinbar versucht zu kochen, denn auf dem Herd stand eine Pfanne mit Spiegeleiern. Bei ihrem Sturz hatte sie einen weiteren Topf mit sich gezogen, der wahrscheinlich auch das Geräusch verursacht hatte.

 

„Mum! Mum?!“ rief ich. Sie rührte sich nicht. Ich suchte hastig nach einem Telefon, da, auf der Anrichte. Ich stürzte darauf zu.

Der Notdienst würde in 10 Minuten vor Ort sein. Ich setze mich neben meine Mutter und fühlte den Puls.  Schwach aber spürbar. Voller Erleichterung fing ich an zu weinen.  Plötzlich klingelte die Tür. Der Notdienst, dachte ich erleichtert. Da sah ich an mir herunter.  Ich hatte eine kurze Schlafshorts und ein enganliegendes kurzes Top an.  Doch im nächsten Moment schalt ich mich für meine Eitelkeit. Meine Mum war ohnmächtig und ich hatte nur Augen für mein Aussehen. Ich riss dir Tür auf. Bill! Wie froh war ich ihn zu sehen. Ich schluchzte wieder auf.

 

„Buffy, mein Gott, was ist denn los?“ fragte er bestürzt.

 

„Mum“ brachte ich nur hervor. Ich trat zur Seite und ließ ihn eintreten. Sofort sah er Mum auf dem Boden liegen. Er stürzte zu ihr. Er fasste ihr Handgelenk und spürte ihren Puls.  Trotzdem war ihr Zustand kritisch. Mir liefen die Tränen über die Wangen und Bill nahm mich in den Arm. Dankbar lehnte ich mich an ihn. Es fühlte sich so schön an, einfach in seien Armen zu liegen.

Ich zog mir schnell andere Sachen an, so konnte ich ja nicht vor die Tür treten.

Dann setze ich mich neben Mum und nahm ihre Hand in Meine.  Sie war klamm. Ich hatte Angst. Furchtbare Angst. Wieder klingelte es. Mein Kopf wirbelte herum und ich sah wie diesmal Bill die Tür öffnete. Die Sanitäter. Endlich! Sie stürzten herein und untersuchten Mum schnell. Dann hoben sie sie auf einer Trage und schoben sie aus der Tür.

Einer der Männer kam auf mich zu.

                                         

„Ihre Mutter hatte vermutlich einen Schwächeanfall. es ist aber nicht Lebensgefährliches. Wollen Sie mit ins Krankenhaus kommen?“ der Mann redete Englisch und ich brauchte einen Moment um die Wörter zu logisch zu übersetzten.

 

„Ja“ das war das einzige was ich rausbrachte. Ich merkte kaum, wie Bill mich am Arm nahm und zur Tür, raus in den Krankenwagen schob. Auch er kam mit und nahm neben mir platz. Völlig erledigt lehnte ich meinen Kopf an seine Schulter.

Im Krankenhaus wurde Mum richtig untersucht und wachte schon nach einer Stunde wieder auf.

Bill und ich saßen auf einer Bank neben dem Bett. Er hatte mich in den Arm genommen und ich war ihm dankbar, dass er mit ins Krankenhaus gekommen war.  Wenn nicht diese umstände gewesen wären, hätte ich es genossen so in seinen Armen zu liegen. Natürlich genoss ich es auch so, doch es war etwas anders.

Plötzlich regte Mum sich.  Ich sprang auf und nahm ihre Hand. Bill blieb dort wo er war.

 

„Mum? Mum, hörst du mich?“ fragte ich leise.

 

„Buffy?“  murmelte sie.

 

„Ja, Mum ich bin hier.“ Wieder sammelten sich die Tränen in meinen Augen.  Nun schlug sie gänzlich die Augen auf.

 

„Liebling? Was ist denn passiert?“ fragte sie.

 

„Du hattest einen Schwächeanfall. Du bist einfach umgekippt“ Ich versuchte ein lächeln, es misslang mir jedoch unglücklich. Da kam der Arzt herein.  Gott sei Dank ein andere, als der, der mich behandelt hatte.

 

„Könnten Sie jetzt bitte gehen? Ihre Mutter muss sich erholen, morgen können Sie sie wieder besuchen“ sagte er leise.

 

„Aber -“ wand ich ein.

 

„Kein Aber. Ihre Mutter braucht ruhe. Kommen Sie morgen wieder“ sagte er. Ich warf noch einen Blick auf Mum, dann ging ich mit Bill nach draußen. Als wir das Krankenhaus verließen, sog ich die frische Luft ein. Für dieses Jahr hatte ich genug von Krankenhäusern! Wir setzten uns auf eine Bank.

 

„Ich verstehe das nicht! So etwas ist noch nie passiert!“ sagte ich und sah Bill verzweifelt an. Auch er wusste keine Antwort auf meine unausgesprochene Frage.

 

„Du kannst ja erstmal mit zu uns kommen wenn du willst, ich glaub, Tom ist eh nicht da.“ Bot er an und ich nickte.  Ich hatte mich wieder einigermaßen gesammelt und als wir im Bus saßen ging es mir schon um einiges besser. Mum würde wieder gesund werden, es war nur ein Schwächeanfall. Ich war völlig in Gedanken versunken, dass ich zu erst gar nicht merkte wie Bill vorsichtig seine Hand auf meine Schulter legte.

 

„Buffy?“

 

„Was?“ ich schreckte auf. Er lächelte.

 

„Wir müssen hier raus“ sagte er. Da erst registrierte, dass wir schon an unserem Hotel angekommen waren. Wir stiegen aus, als wir die Stimmen mehrerer Mädchen hörten.

 

„Oh mein Gott, oh mein Gott!!“ riefen sie alle durcheinander. Schon waren wir von fast 7 Mädchen umzingelt.

 

„Bill, bitte bekommen wir ein Autogramm“ rief eine. Bill setzte ein gekonntes Lächeln auf. Aber irgendwas daran störte mich. Es sah zwar so aufs, aber es kam mir so vor als sei es kein echtes Lächeln. Nachdem er allen ein Autogramm gegeben und auch Fotos gemacht hatte, zogen die Mädchen wieder ab.

Entschuldigend sah Bill mich an.

 

„ Sorry, manchmal sind die so“

 

„Hauptsache, die rennen dich nicht um“ sagte ich.  „Außer du willst das“ sagte ich und grinste frech.

Er knuffte mir in die Seite, musste aber auch grinsen.

 

„Wie spät ist es?“ fragte ich, als wir in seinem Zimmer waren.

 

„Keine Ahnung, seh ich so aus, als ob ich eine Uhr tragen würde?“ fragte er und grinste.

 

„Man, ihr müsst hier doch irgendwo eine Uhr hängen haben!“ Ich stand vom Sofa auf und ging in die Küche.

 

„ Viertel vor drei“ sagte ich triumphierend.

 

„Und wann gibt es Mittagessen?“ fragte er.

 

„Du denkst auch immer nur ans Essen, was?“ ich lachte.

 

„Nein, nicht immer“ auch er lachte.

 

„Ich glaub das gab es um 1, aber wir können ja mal gucken.“ Schlug ich vor. Wir gingen runter in den Essensaal, doch die Tür war abgeschlossen.

 

„Na toll, was sollen wir jetzt machen?“ fragte er.

 

„Ich weiß ja nicht was du machst, aber ich geh jetzt trainieren“ sagte ich.

 

„Ich komm mit und guck dir zu“ entschied er.

 

„Gut und danach gehen wir schwimmen, einverstanden?“

 

„Einverstanden“ sagt er.

 

„Okay, dann muss ich mich nur noch schnell umziehen. Treffen wir uns in 15 Minuten vor dem Fitnessraum?“ fragte ich.

 

„Okay“ Bill und ich gingen in verschiedene Richtungen. Ich schloss die Tür auf und sah wieder das Chaos in de Küche. Sofort musste ich an Mum denken. Aber sie war sicher, dass ist, als ob sie mit Kopfschmerzen bei einer Freundin übernachten würde. Genauso dachte ich es mir, räumte auf und zog mich um. Pünktlich stand ich vor dem Fitnessraum. Es trainierten noch andere darin. Aber ausschließlich Männer.  Alle besetzten die Geräte, doch die brauchte ich ja eigentlich nicht.

Da spürte ich, wie sich mir von hinten jemand näherte und drehte mich um. Es war Bill.

 

„Du bist ja sehr pünktlich“ neckte er mich.

 

„Tja, so bin ich“ sagte ich und streckte ihm herausfordernd die Zunge heraus. Er setzte sich auf eine Bank und ich stellte meine Tasche bei ihm ab.

 

„Falls die Typen dahinten blöde Sprüche klopfen, hör nicht drauf, ja? Ich werd mit denen schon fertig“ sagte ich. Ich fing an mich zu dehnen

Dann ging ich zum Boxsack und schlug auf ihn ein. Verärgert hielt ich ihn fest und drehte mich um. Richtig, ein Mann stand hinter mir.

 

„Hey Süße, jetzt will ich da aber ran“

 

„Tja, dann musst du warten“  das `warten´ betonte ich extra.

 

„Und was ist wenn ich das nicht will?“ fragte er mit einer ekelhaften, schmierigen Stimme.

 

„Keine Ahnung was du dann machst. Probier es doch mal mir Purzelbaum schlagen.“ Schlug ich ihm vor. Inzwischen hörte jeder zu und ein paar Männer lachten.  Ich spürte auch Bills blick an mir haften und ich betete, dass er nichts unternehmen würde. Wenn sie wollten, konnten ihn die Männer hier totschlagen. Ich hatte selbst schon bemerkt, dass sie sehr aggressiv waren.

 

„Du hältst dich wohl für ganz lustig, was Kleine?“ und kam bedrohlich einen schritt näher. Doch ich ließ mich davon nicht beeindrucken und sagte ruhig:

 

„Hör zu, jetzt bin ich hier, gleich kannst du hier ran“ Doch damit war er nicht zufrieden.

 

„Verzieh dich Kleine“

 

„Was machst du wenn nicht?“ fragte ich provozierend. Damit drehte ich mich um. Gerade noch rechtzeitig duckte ich mich und der Schlag des Mannes traf den Boxsack. Ich trat ihm in den Rücken und er fiel der Länge nach auf den Boden.  Alle sahen uns mit offenen Mündern an. Nach Luft schnappend stand der Mann wieder auf.

 

„Das wirst du mir büßen, Schlampe! Das war Körperverletzung!“ rief er wütend.

 

„Genau, wenn sie mich getroffen hätten wäre es das gewesen. Aber da es hier ja wunderbare kleine Videokameras gibt, sieht jeder, dass das nur Notwehr gewesen war. Könnten Sie jetzt also bitte verschwinden?“ Der Mann machte mit hochrotem Kopf einen Rückzug. Ich schüttelte verständnislos den Kopf.  Ich ging zu Bill um mir etwas zu trinken zu holen.

 

„Das war ja Wahnsinn? Wie hast du das gemacht?“ fragte er mich auch zugleich.

 

„Übung“ sagte ich und lächelte. Ich trainierte noch ungefähr eine halbe Stunde weiter, dann hatte ich keine Lust mehr. Aber während es ganzen Trainings hatte ich Bill Blicke gespürt und es war ein komisches aber unglaublich schönes Gefühl gewesen.

 

„Gehen wir jetzt schwimmen?“ fragte ich ihn. Er nickte begeistert. Wir zogen uns wieder um, doch als wir in die Schwimmhalle traten, war keine einzige Person dort.

 

„Super, alles nur für uns“ rief ich übermütig und landete mit einem Kopfsprung im Wasser. Bill tat es mir nach. Wir bespritzen uns mit Wasser und lachten dabei die ganze Zeit. Ich schwamm zügig in die Ecke des Beckens die von einer Brücke überdacht wurde, sodass es dort etwas dunkler war als im übrigen Becken. Dort konnte ich sogar stehen. Bill schwamm mir nach und war plötzlich verschwunden. Verdutzt sah ich mich um, bis er plötzlich dicht vor mir wieder auftauchte.

 

„Gefunden!“ rief er triumphierend und wir mussten lachen. Doch wir standen noch nicht mal einen halben Meter voneinander entfernt.  Ich spürte seinen Atem kühl auf meiner nassen Haut. Mein Herz pochte mir bis zum Hals. Wir sahen uns tief in die Augen doch dann tauchte ich unter ihm weg. Ich versuchte den Gedanken daran abzuschütteln, was passiert wäre wenn ich nicht weggetaucht wäre. Wir hätten uns geküsst, aber ich war noch nicht bereit dafür. Er muss mich jetzt für total überdreht halten. Ich wollte ihn nicht küssen.

Doch das wollte ich, unbedingt.

Ich tauchte auf und schnappte nach Luft. Ich atmete tief durch. Dann strich ich mir die Haare aus dem Gesicht und drehte mich wieder zu ihm um. Ich war viel zu weit geschwommen.  Bill stand immer noch dort wo ich ihn eben stehen gelassen hatte.  Wieder atmete ich tief durch und schwamm wieder zu ihm.

 

„Wollen wir gehen?“ fragte ich leise, er nickte. Wir verschwanden in den jeweiligen Kabinen.  Ich zog die Shorts und ein Top an, meine Haare ließ ich so, ich hatte keine Lust sie zu föhnen.  Wir traten beide gleichzeitig aus der Umkleide und sahen uns an. Ich sah auf den Boden, man war ich blöd gewesen.

Er brachte mich auf mein Zimmer, wir redeten kein einziges Wort miteinander. Vor meiner Zimmertür blieben wir stehen.

 

„Bill, ich– “ doch er schnitt mir das Wort ab.

 

„Ist schon okay“ er sah unglücklich aus. „Wir sehen uns“ Mit den worten ging er und ich schloss leise die Tür auf.

Ich hatte alles verbockt. Ich wollte ihn küssen, aber ich war noch nicht bereit dafür. Das passte nicht zueinander. Ich hatte Angel gerade erst verloren, ich war noch nicht bereit für eine neue Beziehung.

Aber würde ich ihn überhaupt nach diesem Urlaub wiedersehen? Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht.  Irgendwie würden wir das schon hinkriegen. Erstmal zählte nur das Hier und Jetzt.

Ich dachte immer wieder hin und her und schließlich kam ich zu dem Schluss, dass das ganze Nachdenken nichts bringen würde. Ich schaltete den Fernseher ein, aber ich war nicht bei der Sache.

Ich wollte zu Bill. Bei ihm sein, von ihm in den arm genommen werden, ihn küssen. Ja, das wollte ich. Kurz entschlossen schaltete ich den Fernseher wieder aus und verließ das Zimmer.

 

 

Kapitel 8

 

Bills Sicht

 

Das gibt’s doch nicht! Wir hätten uns fast geküsste. Das war es, was ich schon von dem ersten Mal als ich sie sah wollte. Ich wollte bei ihr sein, sie berühren, sie küssen. Dieser Wunsch war immer stärker geworden, je besser wir uns kannten. Als ich sie heute morgen in den Arm genommen hatte, dass war unbeschreiblich schön gewesen. Ich drehte mich um. Sie war weit geschwommen. Dann sah ich wie sie sich umdrehte und nach einer Zeit wieder auf mich zukam.

 

„Wollen wir gehen?“ sie sah geknickt aus. Ich nickte nur. Wir zogen uns um und traten gleichzeitig aus den Kabinen. Mein Blick blieb wieder an ihr hängen. Sie hatte einen perfekten Körper, doch das war nicht so wichtig. Ich liebte auch ihren Charakter. Wir sprachen kein einziges Wort, als ich sie auf ihr Zimmer brachte.

 

„Bill, ich- “ fing sie an, doch ich wollte es nicht hören.

 

„Ist schon okay. Wir sehen uns“ Ich drehte mich um und ging auf mein Zimmer. Ich drückte die Klinke herunter und stellte überrascht fest, dass sie auf war. Tom war also da.

 

„Tom?“ rief ich.

 

„Ey wo warst du denn?“ fragte er besorgt.

 

„Ich hab dir doch ‘ne SMS geschrieben. Buffys Mutter liegt im Krankenhaus.“ Sagte ich müde und ließ mich auf das Sofa fallen.

 

„Ja, aber das kann doch nicht so lange dauern, sie dahin zu bringen. Außerdem – wieso sind deine Haare nass?“ fragte er neugierig, doch ich winkte ab.

 

„Komm schon, erzähl! Warste mit Buffy schwimmen?“  Ich antwortete nicht sondern stütze meinen Kopf auf die Hände.

 

„Was ist denn passiert?“ fragte er nochmal. Da erzählte ich es ihm. Von dem Moment an, an dem ich sie völlig aufgelöst in ihrem Zimmer vorgefunden hatte, bis zu dem Aufenthalt im Schwimmbad.

Erst sagte er gar nichts.

 

„Oh, da hast du dich in die Scheiße reingeritten“ stellte er fest.

 

„Ich kann doch gar nicht mehr normal mit ihr reden“ sagte ich verzweifelt.

 

„Klar kannst du.  Mensch, vielleicht war sie noch nicht bereit dazu, oder so“ versuchte er mich aufzumuntern. Da klopfte es leise an der Tür.

 

„Wer kann das denn bitte sein?“ fragte ich verdutzt. Tom öffnete die Tür.

 

„Hi Buffy“ sagte er laut. Buffy? Was wollte sie denn jetzt hier?  Ich hörte, wie sie leise etwas sagte. Dann wieder Toms Laute Stimme.

 

„ich wollte eh gerade gehen. Einfach gerade aus durch, er ist im Wohnzimmer“ Da fiel auch wieder die Tür ins Schloss. Ich hörte wie sie den Raum betrat.

 

„Darf ich?“ fragte sie leise und meinte damit das Sofa. Ich nickte nur. Was war jetzt eigentlich so schlimm an der ganzen Sache? Gut, es war nicht zu einem Kuss gekommen, aber das heißt ja nicht, dass jetzt dir Freundschaft zerbrach, oder? Zu mindestens betrachte ich die Beziehung zwischen uns als Freundschaft.

 

„Bill – das mit vorhin tut mir Leid. Ich wollte nicht einfach weggehen, aber …  es hat vor einiger Zeit mal jemanden gegeben. Wir waren fast ein Jahr zusammen und ich – ich hab gerade erst Schluss gemacht. Ich war in dem Moment noch nicht bereit dafür. Aber – das heißt nicht, dass ich … Ich will nicht, dass du denkst ich würde dich nicht mögen. Ich mag dich – und zwar sehr gerne“ sagte sie.

 

„Angel? War das Angel?“ fragte ich leise.

 

„Woher..? Ja“ Sie sah zu Boden. „Ja, das war Angel“ Wir saßen schweigend nebeneinander. Keiner machte auch nur das geringste Geräusch. Da stand sie auf.

 

„Jetzt sag doch bitte was“ sagte sie. Was sollte ich sagen? Buffy, ich glaube dir. Ich möchte dich in den Arm nehmen und endlich küssen?! Aber wenn du jetzt noch nicht möchtest, dann verschieben wir den Kuss eben. Haha. Ich seufzte und presste meine Finger an die Schläfen.  

 „Buffy, es tut mir leid. Wenn ich dich bedrängt habe oder so….“

 

„Nein! Nein, es ist nur…“ sie zuckte mit den schultern.

 

„Aber du sollst wissen, dass auch ich dich sehr gerne mag und ich möchte nicht, dass wegen dieser Geschichte alles zerbricht“ Sie setzte sich wieder, dicht neben mich.

 

„Das will ich doch auch nicht“ flüsterte sie. Sie sah mich an und unsere Gesichter kamen sich immer näher. Ich war mir sicher, dass sie diesmal keinen Rückzieher machen würde. Sanft berührten sich unsere Lippen.  Mein ganzer Körper kribbelte und unsere Lippen trafen immer wieder aufeinander.  Es war mein erster Kuss seit fast 2 Jahren, doch es fühlte sich so an, als ob es das Natürlichste auf dieser Welt wäre Buffy zu küssen. Da öffnete sich plötzlich die Tür und Tom kam herein spaziert. Als er uns sah, drehte er sich grinsend um und die Tür fiel wieder ins Schloss. Bei seinem Eintreten hatten wir uns erschrocken von einander gelöst, doch jetzt drehte sie sich wieder zu mir. Auch auf unsere Lippen stahl sich ein Lächeln, dass jedoch durch einen weitern Kuss verdrängt wurde.

 

Kapitel 9

 

Bills Sicht

 

Wir hatten beschlossen, dass Buffy in Toms und meinem Zimmer übernachten würde, da ihre Mutter ja eh nicht da war. Tom hatte gespielt die Augen verdrehte und seufzend gemeint, dass er sich dann die ganze Zeit unser Geknutschte mit angucken müsste.  Wir hatten darauf hin nur gelacht und es nicht ernst genommen.

 

Tom, Buffy und ich lagen auf dem Sofa, welches wir ausgeklappt hatten, und guckten „Mr und Mrs Smith“. Wir alle liebten diesen Film.

Buffy hatte ihren Kopf an meine Schulter gelehnt und sah gebannt auf die Schießerei  die sich gerade vor unseren Augen auf dem Fernseher abspielte. Ich hatte jedoch nur Augen für sie, was jedoch nur Tom bemerkte.

 

„Wie süß“ seufzte Buffy auf, als Brad Pitt, alias John Smith, sich wütend in den Kampf stürzte, weil seine Frau angeschossen wurde. Ich grinste, süß war sie auch. Nachdem der Film zu Ende war, verschwand Tom in sein Zimmer, allerdings nicht ohne uns vorher noch einen schmutzigen Satz an den Kopf zu werfen.

 

„Ist der eigentlich immer so drauf?“ fragte Buffy mit einem grinsen und hob den Kopf.

 

„Ja, und ich musste es die letzen 18 Jahre mit ihm aushalten!“ ich seufzte theatralisch, dann musste ich auch grinsen. Sie legte ihre Lippen auf meine und wir versanken in einem leidenschaftlichen Kuss.

 

Ich wachte auf, und das erste was ich sah, war Buffy die neben mir lag. Schöner konnte der tag ja gar nicht anfangen, dachte ich glücklich. Ich nahm alle in ihrem Gesicht wahr. Die kleine, zierliche Nase, ihre leicht geschwungenen Lippen und die Augen, die, wenn sie sie öffnete, eine blaugraue Farbe haben würden. Ich war so glücklich, wie ich es lange nicht mehr gewesen war. Der Stress  um Tokio Hotel hatten mich völlig ausgebrannt und ich war total erschöpft und übermüdet gewesen.

Doch jetzt kam zum ersten, der traumhafte Urlaub hier und dann noch, dass ich Buffy kennengelernt hatte.

Ich merkte, wie sich ein Lächeln auf meinen Lippen ausbreitete.

Buffy regte sich und schlug die Augen auf. Verwirrt blinzelte sie ins Licht, doch dann schien es ihr wieder einzufallen.

 

„Bill?“ fragte sie und drehte sich erschrocken zu mir um, als dächte sie, dass ich fort sein könnte.

 

„Ich bin hier“ beruhigte ich sie. Sie lächelte.

 

„Müssen wir schon aufstehen?“ fragte sie mit verschlafener Stimme.

 

„Nein, wir können den ganzen Tag im Bett liegen bleiben“ sagte ich und grinste.

 

„Das ist gut“ murmelte sie und schon fielen ihr wieder die Augen zu. Wenige Minuten später riss sie sie wieder auf und setzte sich auf.

 

„Heute kann Mum wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden“ sagte sie, in ihrer Stimme war keine Spur von Müdigkeit mehr zu hören.

 

„Haben die Ärzte das gesagt? Oder haben sie nur gesagt, dass wir sie heute wieder besuchen können?“ Sie schien zu überlegen.

 

„Keine Ahnung, ich weiß es nicht mehr“

 

„Siehst du, aber wir können ja jetzt aufstehen, dann können wir gleich zu ihr fahren“ Buffy nickte zustimmend und stieg aus dem Bett. Sie verschwand im Badezimmer. Ich ließ mich zurück in meine Kissen fallen.

 

„Na Bruderherz, was hast du heute vor?“ fragte Tom, der gerade das Zimmer betreten hatte.

 

„Was? Was machst du denn hier?“ fragte ich ihn verwirrt.

 

„Ich wohne auch hier“ meinte er. Ja richtig, ich schüttelte den Kopf. Ich war am Morgen echt immer verplant.

 

„Äh, keine Ahnung, wir holen wahrscheinlich Buffys Mutter aus dem Krankenhaus ab, wieso?“

 

„Weil Georg und Gustav angerufen haben. Sie wollen auch herkommen“ erzählte er mir.

 

„Echt? Das ist ja super. Wann denn?“ Ich freute mich wirklich. Ich musste mir eingestehen, dass ich sie nach diesen 6 Tagen echt vermisst hatte.

 

„In zwei Tagen, ich soll nur fragen, ob das für dich okay wäre“

 

„Ja, ist okay. Willst du mit ins Krankenhaus?“ fragte ich Tom schließlich. Skeptisch sah er mich an.

 

„Lass mal, ich mag Krankenhäuser nicht wirklich“ meinte er. „Wann kommt ihr den wieder?“

 

„Keine Ahnung, ich schreib die ’ne SMS wenn wir wieder da sind, okay?“

 

„Alles klar“ Tom verließ das Zimmer wieder und ich hörte wie seine Zimmertür zufiel. Wahrscheinlich würde er weiterpennen.

Buffy kam wieder ins Zimmer.

 

„Ich muss mir noch andere Sachen anziehen. Treffen wir uns gleich beim Essen?“ fragte sie mich.

Ich nickte.

 

„Aber pünktlich, verstanden?“ sie lachte.

 

„Für dich immer“ grinste ich und gab ihr einen langen Abschiedskuss. Sie verließ das Appartement, ich duschte schnell und zog mir neue Klamotten an. Tom schlief tatsächlich wieder, also lief ich alleine runter zum essen, wo sie auch schon auf mich wartete.

Ich haute mir wieder den Teller bis zu Rand voll, sie trank nur einen Kaffee. Bei ihrer Figur musste sie wirklich nicht aufs Essen verzichten.

 

„Sicher dass du nichts essen willst?“ fragte ich sie und legte den Kopf schief.

 

„Ganz sicher!“ sagte sie überzeugt. Nach dem Essen machten wir uns auf den weg zum Krankenhaus. Wir nahmen den Bus, schließlich hatten wir auch kein anderes Verkehrsmittel.

 

„Willst du nicht mit reinkommen?“ fragte Buffy, als ich vor der Tür des Krankenzimmers stehen blieb. Ich nickte nur.

 

„Komm schon mit rein, sie beißt nicht“ sagte Buffy lachend. Ich gab schließlich nach und ging mit ihr ins Zimmer.

 

„Buffy Liebling, da bist du ja!“ sagte ihre Mutter erleichtert, als sie uns sah.

 

„Hi Mum, wie geht es dir?“ fraget Buffy besorgt.

 

„Mir geht es schon wieder bestens, aber die Ärzte wollen mich einfach nicht gehen lassen!“ beschwerte sie sich.

 

„Vielleicht ist das vorerst noch besser so“ versuchte Buffy ihre Mutter zu überzeugen. Ich konnte mir gerade noch ein grinsen verkneifen, als ich daran dachte, wie ich Buffy überreden wollte vorsichtshalber noch eine Nacht hier zu bleiben, doch sie hatte sich hartnäckig dagegen gesträubt.

 

„Und wer ist dieser junge Mann hier?“ fragte ihre Mutter und sah an Buffy vorbei zu mir.

 

„Oh, Mum, dass ist Bill, Bill das ist meine Mum. Joyce.“ Wir gaben uns die Hand, was ich im Übrigen total lächerlich fand, aber trotzdem. Da kam ein Arzt in das Zimmer marschiert. Fuck, das war der Arzt, der auch Buffy behandelt hatte. Wenn er sie jetzt darauf ansprach, hatten wir ein Problem.

 

„Guten Morgen, Mrs Summers, wie geht es Ihnen?“ fragte er.

 

„Schon sehr viel besser, ich möchte jetzt nach Hause!“ sagte sie entschlossen.

 

„Das geht leider noch nicht, weil…“ Da sah er zu Buffy und dann zu mir.  „Ah, Guten Tag. Wie ich sehe geht es Ihnen auch schon wieder ausgezeichnet. Das ist ja ein Zufall. Erst Sie und am Nächsten Tag ihre Mutter, dass ist mir auch noch nicht untergekommen.“ Oh oh…. . Buffy und ich wechselten einen schnellen Blick.

 

Kapitel 10

 

Bills Sicht

 

„Wie bitte? Meinte Tochter war nicht im Krankenhaus“ entrüstete sich Joyce.

 

„Aber natürlich. Vor zwei tagen wurde ihre Tochter hier eingeliefert“ erklärte der Arzt hilfreich.

 

„Buffy!? Du warst im Krankenhaus?“ fragte ihre Mutter scharf.

 

„Ja, aber nur für eine Stunde, es war nichts schlimmes“ versuchte Buffy sich rauszureden.

 

„Was zum Teufel war denn los?“ Joyce wurde immer hysterischer.

 

„Ihre Tochter hatte ein paar Prellungen und kleinere Wunden, nichts Gefährliches“ meinte der Arzt. „Und Sie wussten nichts davon?“ ungläubig sah erst Joyce, dann Buffy und dann mich an.

 

„Natürlich nicht! Und wie konnte das passieren?“

 

„Wir nehmen an, dass ihre Tochter bewusstlos geschlagen wurde“ teilte ihr der Arzt vorsichtig mit.

 

„Bewusstlos geschlagen? Um Himmels Willen, Buffy, wer war denn das?“ Buffy, die zuletzt gar nichts mehr gesagt hatte, schrak zusammen.

 

„Bitte Mum, lass uns zu hause darüber sprechen“ bat sie.

 

„Zu Hause? Buffy, du bist um 2 Uhr nachts nach Hause gekommen, erzählst mir was von normaler Patrouille und verschweigst mir, dass du im Krankenhaus warst?! Und das willst du zu Hause klären? Nein, ich muss vielleicht noch bis morgen hier bleiben und davor will ich wissen wie das passieren konnte!“ keifte Joyce.

Patrouille? Was für eine Patrouille? Hatte ich da vielleicht irgendwas nicht richtig mitbekommen?

 

„Mum!“ strafend sah Buffy ihre Mutter an. Wütend sahen sich Mutter und Tochter an. Dann gab Buffy nach.

 

„Spike. Spike hat mich geschlagen“ sagte sie schließlich leise. Ihre Mutter setze sich auf.

 

„Spike?“ Ihr Ton hatte sich verändert. Er war nicht mehr wütend sondern einfach nur überrascht.

 

„Ja. Er ist hier in der Stadt“ sagte Buffy.

 

„Oh mein Gott“ sagte Joyce nur und sackte in ihre Kissen zurück. Diesmal schritt der Arzt dazwischen.

 

„Die Patientin braucht wirklich Ruhe. Sie können Sie morgen wieder besuchen kommen“ Buffy nickte kurz angebunden und ging aus dem Zimmer.

 

„Buffy, wer ist Spike?“ fragte ich sobald wir das Zimmer verlassen hatten.

 

„Was glaubst du denn wer er ist, nachdem er mich fast totgeschlagen hat?“ fragte sie angriffslustig. Erstaunt sah ich sie an. Hatte ich jetzt etwa was Falsches gesagt? Das fragte ich sie dann auch.

 

„Nein. Nein das hast du nicht“ Ihr Tonfall wurde weicher. „Entschuldige“ Ich nahm sie in den Arm. Sie schien echt völlig durch den Wind zu sein. Wir gingen eine Weile schweigend nebeneinander her.

 

„Gehen wir an den Strand?“ fragte sie plötzlich. Ich stimmte ihr zu. Unsere Sachen waren schnell gepackt und da liefen wir auch schon durch den warmen Strand hinunter ans Meer. Wir legten uns auch unsere Handtücher und sie holte Sonnencreme aus ihrer Tasche.

 

„Cremst du mich ein?“ fragte sie und warf mir ein wunderschönes Lächeln zu. Dazu ließ ich mich nicht zweimal auffordern. Sie legte sich auf den Bauch und als ich mit meinen kalten Händen ihren Rücken berührte, bekam sie eine Gänsehaut.

Mit kreisenden Bewegungen fuhr ich mit der Handinnenfläche über ihre weiche Haut. Ich drückte dabei leicht auf und massierte die Creme richtig ein. Sie gab ein wohliges Geräusch von sich.

 

„Das kannst du auch mal machen wenn du mich nicht mit Sonnencreme einschmierst, ja?“ fragte sie.

 

„Jop, für dich doch immer“ antwortete ich und lächelte. Schließlich war sie komplett eingecremt und auch sie fing an meinen Rücken einzucremen. Als ihre Hände mich berührten jagte es mir eine Gänsehaut über den Körper.

Nachdem die Creme vollständig eingetrocknet war, liefen wir ins Wasser. Wir plantschen eine Weile herum und bespritzen uns mit dem salzigen Meerwasser. 

 

„Boah scheiße, ich hab was im Auge. Man tut das weh!“ rief ich plötzlich. Ich blinzelte durch die Hände vor meinen Augen und sah wie sie auf mich zu geschwommen kam. Gerade stand sie vor mir, da packte ich sie an den Schultern und zog sie mit unter Wasser. Ich küsste sie, bis wir beide keine Luft mehr bekamen und wieder an die Oberfläche schwimmen mussten.

 

„Du Schuft“ japste sie. „Was fällt die eigentlich ein?“

 

„Och mir fällt noch ’ne Menge ein“ sagte ich und grinste. Auch sie grinste. Dann küssten wir uns nochmal und schwammen auch bald wieder ans Ufer und legten uns auf unsere Handtücher.

 

„Was meinte deine Mutter eigentlich vorhin mit, dass du ihr gesagt hast, du wärst auf Patrouille gewesen?“ unterbrach ich die Stille. Das würde mich jetzt aber mal interessieren. Sie sagte nichts, sondern guckte mich nur an. Etwas zögerlich meinte sie dann:

 

„Das ist etwas was ich dir im Moment noch nicht erzählen kann“

 

„Und wieso nicht? Ich vertraue dir und du kannst mir auch vertrauen. Du kannst es mir sagen“

 

„Das werde ich“ sie lächelte. „Aber noch nicht jetzt“ Damit gab ich mich vorerst zufrieden. Wir lagen noch eine weile am Strand, gingen noch einmal ins wasser und machten uns dann auf den Weg ins Hotel. Wir beschlossen, uns wieder im essensaal zu treffen, da wir beide aus den nassen Badesachen raus wollten.

Ich schloss meine Zimmertür auf und fand einen schlecht gelaunten Tom vor.

 

„Wo warst du denn den ganzen Tag?“ schnauzte er mich an. Oh nein, ich hatte ihm weder eine SMS geschrieben, noch hatte ich ihn angerufen. Wir hatten uns seit heute morgen nicht mehr gesehen.

 

„Ich war am Strand, tut mir Leid Tom, ich hab vergessen dir Bescheid zu sagen, ich….“ Er unterbrach mich.

 

„Und du hattest wohl sehr viel Spaß mit deiner kleinen Freundin was? Weißt du was ich mir für Sorgen gemacht hab? Du hast nicht angerufen und dein Handy war auch ausgeschaltete!“ fuhr er mich an.

 

„ich weiß. Es tut mir echt Leid“ sagte ich zerknirscht.

 

„Das war mir klar. Weißt du was, du machst seit tagen nur noch was mit diesem Mädchen. Ich bin dir doch völlig egal. Seit du dich einmal mit ihr getroffen hast, beachtest du mich wie Luft!“ beschwerte er sich.

 

„Das tue ich nicht! Aber ich dachte du verstehst das. Ich habe seit 2 Jahren wieder ein Mädchen kennengelernt und…“ wieder ließ er mich nicht ausreden.

 

„Natürlich verstehe ich das. Ich mache mir nur sorgen“ sagte er, doch seine Stimme wurde weicher.

 

„Worum denn?“ fragte ich erstaunt.

 

„Um dich, du bist völlig fixiert auf sie! - Und um die Band“ Ich seufzte. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. „Aber, warten wir erstmal den Urlaub ab, vielleicht entwickelt sich das ja alles noch“ meinte Tom schließlich.

 

„Was soll sich entwickeln? Mensch Tom, das ist keine einfache Urlaubsliebe, ich….“ Ich verstummte. Was ich? Ich liebe sie. Ja, so war es. Aber wusste sie das? Tom sah mich an und wir verstanden uns auch ohne Worte. Er wusste genau was ich fühlte.

 

„Dann zieh dich um und wir gehen zum essen, okay?“ Ich nickte und er schlug mir freundschaftlich auf die Schulter. Es war wieder alles in Ordnung. Ich zog mich um und eine viertel Stunden später waren wir auch schon unten. Es war völlig überfüllt in dem Essenssaal, doch da sah ich Buffy an einem Tisch sitzen. Tom und ich holten uns was zu essen und setzen uns dann zu ihr.

Wir redeten, aßen und gingen schließlich hoch in das Zimmer von Tom und mir. Dann guckten wir uns noch einen Film an und schliefen danach alle recht schnell ein.

 

Kapitel 11

 

Buffys Sicht

 

Mum war wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden und es ging ihr auch wieder gut. Sie wollte heute wieder eine Kunstausstellung besichtigen, wozu ich jedoch nicht die geringste Lust hatte. Also ging ich rüber zu Bill. Ich klopfte an der Tür und schon nach wenigen Sekunden wurde sie geöffnet. Tom stand davor.

 

„Hi Buffy, komm doch rein“ sagte er und trat beiseite.

 

„Hey“

 

„Bill pennt noch, vielleicht schaffst du es ja ihn aufzuwecken. Bei mir hat‘s  nicht funktioniert“ wir mussten grinsen. Ich schlich mich in sein Zimmer und setzte mich an sein Bett. Wie süß er aussah. Seine Haare waren verstrubbelt und sein Mund leicht geöffnet.

 

„Hey, Bill. Schatz, aufwachen.“ sagte ich leise. Scheinbar zu leise. Vorsichtig rüttelte ich ihn an der Schulter. Bringt auch nichts. Er grummelte nur und drehte sich um. Ich grinste. Dann hauchte ich ihm einen Kuss auf den Mund und biss ihm leicht in die Unterlippe.

Er schlug die Augen auf.

 

„Buffy?“ fragte er planlos.

 

„Jap.“ Er fasste sich an die Lippe.

 

„Warst du das?“ Als Antwort grinste ich nur. Er hielt das für ein sicheres Ja.  „Also so könnte ich öfters geweckt werden“ sagte er und grinste ebenfalls.

 

„Vielleicht klappt es ja auch als Hilfe ein bisschen wacher zu werden“ neckte ich ihn und beugte mich vor um ihm noch einen Kuss zu geben. Danach sah ich ihn fragend an.

 

„Es hilft wunderbar“ sagte er und stand auf. Er hatte nur eine Boxershort an und ich konnte einen Blick auf seinen flachen Bauch werfen. Wieder wunderte ich mich, wie man so viel essen konnte und trotzdem noch so dünn bleiben konnte. Er verschwand im Bad und ich gesellte mich zu Tom der es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte.

 

„Hat Bill dir eigentlich erzählt, dass heute Georg und Gustav ankommen?“ fragte er mich.

 

„Wer?“  Georg und Gustav? Wer waren das denn bitteschön. Freunde von den Twins?

 

„Das sind Freunde von uns. Auch Mitglieder der Band.“ erklärte Tom. „Hat Bill nichts gesagt?“

 

„Nee, hat er vielleicht vergessen“ vermutete ich.

 

„Ja, wahrscheinlich“ stimmte Tom mir zu. „Also wir wollten die Beiden um halb 12 am Flughafen abholen. Kommst du mit?“ fragte er.

 

„Ja gerne. Wenn ihr kein Problem damit habt“ Tom schüttelte den Kopf. Da kam Bill aus dem Badezimmer.

 

„Boah, brauchst du lange Bill. Wir müssen gleich noch Georg und Gusti abholen“ erinnerte ihn Tom.

 

„Ach ja. Das hatte ich total vergessen“ sagte er und schlug sich an den Kopf.

 

„Hab ich schon gemerkt“ meinte ich und grinste.

 

„Tschuldige“ sagte er. Es war schon viertel vor 11 und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen.

Wir fuhren wieder mit dem gleichen Bus der uns auch ins Hotel gebracht hatte und kamen pünktlich und 20 nach 11 am Flughafen an. Wir warteten eine viertel stunde, da kam auch schon ein schwall von Leuten aus der Halle.

 

„Da vorne sind sie“ sagte Tom und zeigte auf zwei Jungen, in ca. unserem alter waren und gerade heftigst diskutierten. Ein Junge hatte längere braune Haare, der andere kurze blonde.

 

„Hey, die sehen im Gegensatz zu euch ja ganz normal aus“ sagte ich und grinste. Tom und Bill sahen mich gespielt böse an. Dann begrüßten sie die beiden Jungs und auch ich schüttelte ihnen die Hand.

 

„Man, die Fans haben rausbekommen, dass ihr in die Malediven abgeflogen seit, und als wir dann auch wegwollten, haben sie uns auf dem Flughafen aufgelauert“ erzählte Gustav gerade und zwar mit einer so kläglichen Miene, dass wir alle lachen mussten. Wir saßen im Bus, auf dem Weg zum Hotel.  Georg und Gustav brachten ihre Koffer auf die Zimmer, hielten sich jedoch nicht damit auf sie auszupacken, sondern kamen schon nach wenigen Minuten wieder in das Zimmer von Bill und Tom geplatzt.

Wir laberten eine Weile, Georg und Gustav erzählten was alles so abgegangen war, nachdem Tom und Bill abgereist sind. Dann beschlossen wir ein Kino aufzusuchen und uns KeinOhrHasen reinzuziehen.

Wieder einmal mit dem Bus gelangten wir zu einem riesigen Kinocenter. Innendrin war es angenehm kühl, im Gegensatz zu der drückenden Luft in dem Bus.

Wir kauften die Karten, Popcorn und was zu trinken und kamen fast ohne Verzögerungen durch Fans zu dem Kinosaal. Der Saal war nicht besonders voll, der Film lief schließlich auch schon eine Weile.

Unsere Karten zeigten an, dass Tom und Gustav die letzte reihe gewählt hatten und so ließen wir uns auf den weichen, Klappsessel nieder.

Der Film war so lustig, dass ich echt die ganze Zeit nur lachen musste. Mir standen zum Teil echt die Tränen in den Augen.

Von dem Popcorn bekam ich allerdings nicht so viel ab, da die Jungs es sich wie sonstwas in den Mund stopften.

 

Als der Film zu Ende war, war es schon wieder abends. Dunkel war es noch nicht, dass heißt wir hatten noch keine Vampire befürchten, aber bald würde die sonne untergehen.  Bill und ich gingen etwas abseits hinter den anderen.

 

„Was hältst du davon, wenn wir noch eine Weile draußen bleiben?“ fragte Bill leise.

 

„Gute Idee, nach dem Film brauch ich echt frische Luft“ stimmte ich ihm zu.

 

„Hey Leute! Buffy und ich gehen noch ’ne Runde wir kommen nachher nach“ rief Bill den anderen zu, da hatten wir uns auch schon umgedreht und gingen in eine andere Richtung. Wir hörten die drei Jungs noch etwas rufen, sie lachten, dann waren sie außer Hörweite.

Bill hatte meine Hand genommen und wir schlenderten schweigend durch einen Weg, der von hohen Bäumen gesäumt war. Es lag eine friedliche Stille über dem Ort, so wie ich es lange nicht mehr erlebt hatte.

 

„Bill…?“ setzte ich an.

 

„Ja?“ er drehte sich zu mir um.  Seine braunen Augen, die in der Dunkelheit fast schwarz aussahen, sahen mich fragend an.  Ich konnte es im nicht sagen, ich konnte einfach nicht. Würde er es mir glauben? Ach Bill, was ich dir eigentlich noch sagen wollte: Ich bin Übrigends eine Vampirjägerin. Na toll, dass würde er mir ja sofort abnehmen.  Ich sah ihm tief in die Augen. Er blickte zurück und beugte sich schließlich zu mir herunter und küsste mich. Ich erwiderte denn Kuss sofort und schlang meinen Arm um seinen Nacken. Auch er legte seine Hände um meine Taille und ich stellte mich auf Zehenspitzen um ihm näher zu sein.

Da hörten wir ein Klatschen. Abrupt lösten wir uns voneinander.

 

 

Kapitel 12

 

 

Bills Sicht

 

 

Wir küssten uns leidenschaftlich, doch da hörten wir ein Klatschen und aus dem Schatten der Bäume trat ein blonder Mann, der einen bodenlangen, schwarzen Ledermantel trug.

 

„Das sah gar nicht so schlecht aus, aber bei Angel war es dann doch ein wenig leidenschaftliches, findest du nicht Liebes?“ fragte der Mann und sah mich und Buffy feixend an.  Liebes? Hatte sie etwa auch mal was mit ihm gehabt?

 

„Spike!“ rief sie erstaunt aus. „Ich bin ja letztes Mal nicht dazu gekommen: Was machst du hier?“ fragte sie, als sie sich wieder gefasst hatte.

 

„Ich bin aus der Stadt verschwunden, genau wie du es mir gesagt hast. Das du mir hinterher reist, da kann ich auch nichts für“ meinte er vorlaut.

 

„Ich bin dir nicht hinterher gereist!“ sagte sie deutlich.

 

„Wieso hast du ihm gesagt, er soll aus der Stadt verschwinden?“ fragte ich verwundert. Buffy sah mich hektisch an.

 

„Weil, - weil…ich sags dir später, ja?!“ sie wandte sich wieder dem Mann zu. Spike hatte Buffy ihn genannt.

 

„Du hast es ihm nicht erzählt?“ fragte Spike. Wieder warf Buffy mir einen Blick zu.

 

„Was erzählt? Jetzt komm schon, sag es mir!“ forderte ich sie auf. Ich wurde langsam ungeduldig.

 

„Kannst du nicht einmal deine Klappe halten?“ fuhr sie Spike an.

 

„Entschuldige Liebes, ich quäle dich eben gerne“  wieder feixte er und sah uns an.

 

„Buffy was ist denn hier los? Wer ist dieser Kerl?“ fragte ich sie eindringlich.

 

„Das würde ich aber auch gerne mal wissen“ sagte Spike und setzet ein selbstzufriedenes Lächeln auf. Wir beide warfen ihm einen bösen Blick zu.

 

„Wenn Blicke töten könnten...“ meinte er und sah uns gespielt ängstlich an.

 

„Jetzt reicht’s“ sagte Buffy und ging auf ihn zu. „Wenn Blicke töten könnten, hätte man deine Asche schon hunderte Male vergraben können. – und weißt du was noch tötet? Ich hab eine Menge davon in meiner Tasche, willst du mal einen Blick darauf werfen?“ fragte sie bedrohlich. Ich erkannte sie gar nicht wieder. Ich war so baff, dass ich gar nichts mehr sagte.  Spike sah sich die Tasche skeptisch von außen an.

 

„Nein, dass will ich lieber nicht.“

 

„Gut – dann verschwinde, bevor ich dich mit meinen eigenen Händen töte.“ Zischte sie. Jetzt reichte es.

 

„Buffy, jetzt hör auf. Man kann  doch darüber reden. Du musst ihn ja nicht gleich töten“ versuchte ich vorsichtig dazwischen zu gehen.

 

„Ach nein?!“ sie drehte sich zu mir um. „Du kennst ihn nicht. Du kennst mich nicht. Du hast keine Ahnung worum es eigentlich geht!“ fuhr sie mich an.

 

„Jetzt mach aber mal einen Punkt! Gut, wir kennen uns noch nicht so lange, aber du kannst nicht behaupten, ich würde dich nicht kennen!“ Spike sah uns interessiert zu.

 

„Doch, das behaupte ich! Du weiß überhaupt nichts über mich. Wer ich bin. Was ich mache. Was für eine Bestimmung ich habe!“

 

„Bestimmung?“ fragte ich verblüfft.

 

„Ja. Ich habe eine Bestimmung. Ein Schicksal, eine Berufung. Nenn es wie du willst“ jetzt wirkte sie verzweifelt.

 

„Oh, jetzt wird es interessant“ sagte Spike vergnügt. Ich sah Hass und Zorn in ihren Augen aufblitzen.

 

„Spike! Du warst dabei, als ich es meiner Mutter sagen musste, aber ich schwöre dir, du wirst nicht dabei sein wenn ich es meinem Freund sagen werde!“ Ich wusste nicht mehr was ich denken sollte. Was musste sie ihrer Mutter sagen? Was wird sie mir gleich sagen? Ich war komplett verwirrt.

 

„Nein Liebes. Du wirst nicht mehr dabei sein, wenn ich deinen Freund jetzt umlege“

 

„Gut!“ sie atmete tief ein. Was ist gut? Nix ist gut? Der typ droht  mich umzulegen und sie sagt gut? Langsam bekam ich Panik.

 

„Buffy, wir sollten die Polizei anrufen, der Mann ist verrückt!“ sagte ich entschlossen und holte mein Handy aus der Tasche.

 

„Nein“ sanft hielt sie meine Hand fest. „Da kann keiner was machen. Nicht einmal die Polizei. Nur ich kann ihn aufhalten!“

 

„Bist du dir da ganz sicher Kleine? Das sind ziemlich große Worte dafür, dass du gleich stirbst“ sagte Spike großspurig.

 

„Hört auf! Ihr könnt auf reden. Mit worten! Ihr müsst euch nicht beide umbringen!“ sagte ich und schritt dazwischen.

 

„Da siehst du’s. Hör mal auf deinen kleinen Freund. Komm her, es wird nicht wehtun.“

 

„Das hast du schon mal gesagt Spike! Und ich sag es dir auch wieder. Es wird sehr wehtun!“ Wollten sich die beiden jetzt wirklich schlagen? Oh. Mein. Gott!

 

„Hör zu Jägerin. Ich hab nicht sehr viel zeit und wir haben uns schon genug mit worten um uns geworfen. Nur eine Sache will ich noch wissen. War es sehr schlimm für dich Angel zu vernichten?“ fragte er hämisch.

 

„Was? Was glaubst du denn? Das es leicht für mich war? Das ich einfach mal mir nichts dir nichts meinen Freund in die Hölle schicke?“ rief sie hysterisch. Die Beiden schienen mich völlig vergessen zu haben. „Stell es dir doch mal mit Dru vor. Und wo wir schon bei dem Thema sind: Wie konntest du einfach so abhauen ohne mir zu helfen? Du hast nur an dich gedacht. An dich und deine kranke Freundin! Vielleicht hätten wir es verhindern können! Vielleicht würde Angel dann noch auf dieser Welt sein und nicht in irgendeienm Höllenfeuer schmoren.“ ihr liefen die Tränen über die Wangen. Am liebsten wäre ich zu ihr gegangen, doch ich spürte, dass sie das im Moment nicht wollte.

 

„Ach, jetzt schiebt du die ganze Schuld auf mich was?“ fragte Spike empört.  „Du weißt genau, dass es zu spät war! Angel hatte das Höllentor doch längst geöffnet. Da war nichts mehr zu machen!“

 

„Aber davor! Bevor er das Schwert berührte! Du hättest ihn davon abhalten können!“  es tat mir weh, Buffy so zu sehen, vor allen dingen, sie so zu sehen, wie sie um ihren Ex-Freund trauerte. Was hatte das Alles denn eigentlich mit der Hölle zu tun. Angel hatte doch nicht wirklich das Tor zur Hölle öffnen können und Buffy hätte ich dort verbannt? Was für ein Schwachsinn. Doch bevor ich weiterdenken konnte, hörte ich ein knurren hinter mir. Erschrocken drehte ich mich um.

 

„Jetzt reicht es Jägerin! Genug der worte!“ damit stürzte Spike sich auf sie. Ich sah nur noch sein Gesicht. Es war furchtbar entstellt gewesen. Seine Eckzähne waren spitz gewesen. Die Augen lagen in tiefen Höhlen und seine Nase war, da wo sie auf die Stirn traf, völlig grob und von falten durchzogen gewesen. Auch auf der Stirn lagen tiefe Falten.

Doch das zählte im Moment nicht. Buffy hatte sich keinen Moment lang erschrocken sondern war einen Schritt zur Seite gegangen und war ihm so ausgewichen. Spike stolperte ins Leere und Buffy schlug ihm so heftig auf den Rücken, dass er wieder zu Boden fiel. Er rollte sich zur Seite damit sie ihn nicht wieder erwischt und sprang auf. Er schlug ihr mit der Faust mitten ins Gesicht und sie stolperte einige Schritte zurück.  Er packte sie und schleuderte sie zu Boden. Erschrocken keuchte ich auf, doch sie sprang auch gleich wieder auf und diesmal traf ihr Faustschlag Spike auf die Nase. Wieder und immer wieder schlug sie ihn bis er schließlich ihre Hand mit einem Reflex festhielt und umdrehte. Sie stöhnte schmerzvoll auf. Ich wollte zu ihr rennen, doch da sprang sie hoch, stieß Spike mit den Beinen von sich und war wieder frei. Ich sah mit offenem Mund zu wie das Ganze immer so weiterging.  Wieso konnte sie das? War das ihre Bestimmung? Leute zu verprügeln? Aber wieso hatte dieser Spike dann ein so entstelltes Gesicht? Ein entsetzlicher Verdacht keimte in mir auf, doch ich wollte es nicht wahrhaben. Das wäre doch nicht möglich! Oder doch? Ach, red keinen Unsinn Bill, redete ich mir selber zu und sah immer noch wie gebannt auf den Kampf der vor mir ablief.

Spike hatte Buffy auf den Boden geschleudert. Sie strampelte wie verrückt und versuchte ihn abzuschütteln. Ich rannte zu ihr und packte Spike an den Schultern. So gut es ging zog ich ihn mit einem Ruck von ihr weg. Spike knurrte, ja er knurrte, und sah mich an. Ich sah die Mordlust in seinen Augen und er bleckte seine spitzen Zähne. Er sah aus wie ein Vampir! Wie ein höchst schlechtgelaunter, aber sehr gefährlicher Vampir! Erschrocken trat ich einen Schritt zurück.

 

„Lass ihn bloß in Ruhe!“ zischte Buffy, die plötzlich neben mir stand.

 

„Och komm, Jägerin. Ich habe heut noch absolut nichts getrunken!“ beschwerte er sich.

 

„Ja, und dazu wird es auch nicht mehr kommen!“  Wieder entbrannte ein Kampf zwischen ihnen und ich konnte wieder nur sprachlos zusehen. Wie Buffy kämpfte. Ich hatte sie ja schon ein paar Mal trainieren sehen, aber das war nichts im Gegensatz zu diesem Kampf. Sie konzentrierte sich vollkommen auf ihren Gegner auch wenn sie manchmal einen Faustschlag einstecken musste. Sie und Spike kämpften um Leben und Tod, das wusste ich und man sah es. Die beiden sahen sich so verhasst an und sie versuchten immer dem anderen möglichst viel Schaden zuzufügen.

Plötzlich schlug Buffy Spike zu Boden, rannte zu ihrer Tasche, öffnete sie in Windeseile und kramte darin herum. Sie stand wieder auf und in der Hand hielt sie einen Holzpflock.

Mit schnellen Schritten ging sie wieder auf Spike zu, der, wie es aussah, halb ohnmächtig war, und ließ den Pflock auf seine Brust niedersausen. Doch Spike rollte sich blitzschnell zur Seite, sprang auf und rammte Buffy den Ellenboden in den Rücken, sodass sie mit einem erschrockenen Keuchen zu Boden fiel. Er packte sie und drehte sie zu sich um. Sie befreite sich aus seinem Griff und rammte ihm das Knie in die Bauchgegen. Er rollte sich nach hinten und stand wieder, genauso wie Buffy.

 

„Was ist los Liebes? Gibst du schon auf?“ fragte Spike höhnisch und leckte sich das Blut von seiner aufgesprungenen Lippe. Ich erschauderte.

 

„Niemals!“ zischte sie. Ich erkannte sie überhaupt nicht wieder. Sie trat nach ihm, doch er duckte sich und sie verfehlte ihr Ziel. Sie schlug mit ihrem Ellenbogen in sein Gesicht. Er stöhnte schmerzerfüllt auf und blitze sie wütend an.

 

„Weißt du Liebes - dass ist mein längster Kampf seit langem“ sagte er leicht außer Atem.

 

„Und dein letzter!“ fauchte sie. Spike holte mit der Hand zum schlag aus, doch sie blockte ab. Wieder trat sie nach ihm, doch diesmal hielt er ihr Bein fest.  Er grinste triumphierend, welches ihm doch gleich wieder entglitt. Buffy stemmte sich mit dem anderen Bein vom Boden ab und machte einen Rückwärtssalto durch die Luft. Mit beiden Beinen stand sie wieder fest auf dem Boden. Mir klappte der Mund auf. Bitte! Noch etwas was ich nicht wusste, dass sie es kann. Da kam der nächste angriff. Spike schleuderte sie weit durch die Luft, direkt auf mich zu. Wir stürzten beide zu Boden.

 

„Wir sehen uns Jägerin“ meinte er noch, dann verschwand er. Buffy gab ein ironisches Geräusch von sich und stützte sich auf. Sie war voll auf meiner Hüfte gelandet. Ich verzog das Gesicht.

 

„Alles klar mit dir?“ fragte sie leise. Ich nickte nur.

 

 

 
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